Jetzt muss ich noch eine Bekanntgabe machen, nachdem mir schon so viele Leute gratuliert haben. Seit gestern sind Dea und ich schon ganze DREI JAHRE zusammen. Leider können wir nicht miteinander telefonieren bzw. skypen, weil sie im Urlaub in der Türkei verweilt.
Auf jeden Fall möchte ich dir mein Engel auch so noch mal ausrichten, dass ich jede gemeinsame Minute, die wir hatten genossen habe und gerne noch sehr sehr viel mehr davon hätte.
Ich lieb dich meine Süße. Bis Freitag.
Mittwoch, 11. Juni 2008
5.1 Gesundheit
Ich hatte ja gehofft, dass ich dieses Kapitel in diesem Jahr nicht benutzen brauche, aber jetzt muss ich doch eines aufmachen, denn jetzt hat es auch mich erwischt.
Letztes Wochenende (hier verlängert, weil am Sonntag Dragon Boat Festival war) sind wir mit sieben Leuten nach Hong Kong und Macao aufgebrochen (Bericht folgt). Mir ging es die meiste Zeit auch recht gut, bis auf, dass ich am Samstagabend etwas wenig gegessen und dafür dann wohl zu viel getrunken hatte. Naja, Sonntag morgen ging es mir erwartungsgemäß nicht so toll, dass hatte sich aber über den tag gelegt und ich war Abends wieder obenauf.
Am Montag sind wir dann in aller Frühe nach Macao aufgebrochen und haben dort einen tollen sonnigen Tag verbracht. Auf der Weiterfahrt von Macao nach Shenzhen (China) ist mir dann richtig übel geworden, was sich auch im Flugzeug nach Nanjing nicht abstellen ließ. Die Nacht war dann richtig schlimm, mit allem drum und dran, aber dafür ging’s mir dann den Dienstag, ich war daheim geblieben, wieder so gut, dass ich am Abend wieder was gegessen habe.
Heute kam das ganze dann im Shutlebus zur Arbeit zurück und ich musste um 3h die Arbeit Richtung SOS Klinikverlassen. De sind da englischsprachig und man kommt schnell dran, weil sich eigentlich nur Ausländer mit entsprechenden Privatversicherungen die Aufnahmegebühren (96 US-$) leisten können/wollen. Hier hat mich ein russischer Arzt, der sowohl ein russisches als auch ein englisches Medizinstudium abgelegt hat untersucht und meinte, dass das in den nächsten Tagen besser werden müsste. Aber er hat auch gelernt, dass China immer etwas anderes ist und hat mir vorsichtshalber Antibiotika mitgegeben, die ich bei Nichtbesserwerden ab Freitag dann nehmen muss.
Aber ich bin ganz guter Dinge, auch wenn es jetzt grade wieder mal abwärts geht. Bis zum nächsten Mal.
Letztes Wochenende (hier verlängert, weil am Sonntag Dragon Boat Festival war) sind wir mit sieben Leuten nach Hong Kong und Macao aufgebrochen (Bericht folgt). Mir ging es die meiste Zeit auch recht gut, bis auf, dass ich am Samstagabend etwas wenig gegessen und dafür dann wohl zu viel getrunken hatte. Naja, Sonntag morgen ging es mir erwartungsgemäß nicht so toll, dass hatte sich aber über den tag gelegt und ich war Abends wieder obenauf.
Am Montag sind wir dann in aller Frühe nach Macao aufgebrochen und haben dort einen tollen sonnigen Tag verbracht. Auf der Weiterfahrt von Macao nach Shenzhen (China) ist mir dann richtig übel geworden, was sich auch im Flugzeug nach Nanjing nicht abstellen ließ. Die Nacht war dann richtig schlimm, mit allem drum und dran, aber dafür ging’s mir dann den Dienstag, ich war daheim geblieben, wieder so gut, dass ich am Abend wieder was gegessen habe.
Heute kam das ganze dann im Shutlebus zur Arbeit zurück und ich musste um 3h die Arbeit Richtung SOS Klinikverlassen. De sind da englischsprachig und man kommt schnell dran, weil sich eigentlich nur Ausländer mit entsprechenden Privatversicherungen die Aufnahmegebühren (96 US-$) leisten können/wollen. Hier hat mich ein russischer Arzt, der sowohl ein russisches als auch ein englisches Medizinstudium abgelegt hat untersucht und meinte, dass das in den nächsten Tagen besser werden müsste. Aber er hat auch gelernt, dass China immer etwas anderes ist und hat mir vorsichtshalber Antibiotika mitgegeben, die ich bei Nichtbesserwerden ab Freitag dann nehmen muss.
Aber ich bin ganz guter Dinge, auch wenn es jetzt grade wieder mal abwärts geht. Bis zum nächsten Mal.
Donnerstag, 5. Juni 2008
4.2. Unterwegs - Suzhou (17.05.2008)
Wie man in meinen Fotos schon gesehen hat, habe ich meinen ersten Ausflug nach Suzhou gemacht. Die Stadt liegt ungefähr 200 km östlich von Nanjing und gehört somit schon fast zum Einzugsbereich von Shanghai. Suzhou hat eine Einwohnerzahl von ca. 5 bis 6 Millionen und ist somit fast so groß wie Nanjing.
Mit 2500 Jahren ist die Stadt eine der ältesten im Jangtsebecken und konnte früher durch die günstige Lage zum Großen Kanal großen Reichtum anhäufen, welcher maßgeblich zur Erscheinung der heutigen Gartenstadt Suzhou beigetragen hat. Denn im 12. bis zum 16. Jahrhundert war es unter den Kaufläuten in Mode gekommen, große Gärten anzulegen.
Diese Gärten haben wir, Thomas und ich, auch besucht, zumindest zwei von Ihnen. Beim ersten Garten, dem Löwenhain-Garten waren wir recht erstaunt, denn das hatte mit unserem Verständnis für Gärten recht wenig gemein. Diesen Garten mussten wir zuerst einmal suchen, denn der Taxifahrer hat uns an einem Zebrastreifen rausgeworfen und uns mit einer Handbewegung bedeutet, dass wir in eine Seitenstraße gehen sollten, was wir dann auch gemacht haben. Auch von außen war der Garten als solches nicht zu erkennen. Das einzige, was auf das Vorhandensein eines touristisch interessanten Objektes, waren die vermehrt anwesenden Rikschafahrer und Reisebusse. Wir sind dann eigentlich auf gut Glück in ein Tor hineingelaufen und standen zunächst im nächsten Innenhof. Dies ging so weiter und wir fragten uns wirklich, ob wir richtig sind, dann aber haben wir einen kleinen Pfad gefunden und standen plötzlich in einem viel größeren Innenhof, mit einem großen Teich in der Mitte und ganz vielen Felsen außen herum. Das besondere an diesen Felsen war ihre außergewöhnliche Form, welche wie wir später erfahren haben nicht 100%ig natürlich ist. Die Felsen wurden früher aus dem Meer oder einem See gezogen, bearbeitet und dann wieder für ca. 20 bis 30 Jahre ins Wasser gelegt, wodurch die Kanten abgeschliffen worden sind. Die Felsen sehen wirklich übernatürlich aus und schaffen ein ganz eigenartiges und unruhiges Ambiente. Auf jeden Fall wurden die Felsen für diesen Garten ausgesucht, weil sie irgendwie entfernt an Löwen erinnern sollten…na ja, wenn die Chinesen meinen. Aber nichts desto trotz sind Thomas und ich über eine Stunde durch den Garten gelaufen und zwar auf kleinen Wegen, die zwischen den Felsen hindurch gingen, ohne dorthin zukommen, wo wir eigentlich hin wollten. Das witzige war, dass wir nie zweimal an der gleichen Stelle waren und das Areal nun wirklich nicht so groß war, als dass wir damit gerechnet hätten so lange dort herumzulaufen. Das schöne an den verschlungenen Pfaden und versteckten Plätzen war die Tatsache, dass sich so auch die ganzen chinesischen Touristen gut verteilt haben und es trotz allem eher ruhig wirkte. Mir hat der Garten Spaß gemacht und ich kann ihn nur empfehlen.
Der zweite Garten, den wir uns angesehen haben, war der Garten des Meisters der Netze, eines ehemaligen Beamten, der den schon im12 Jahrhundert angelegten Garten im 18 Jahrhundert so veränderte, dass er im Ruhestand seiner Leidenschaft des Fischens nachgehen konnte. Dementsprechend besteht der Garten eigentlich nur aus einem großen Teich mit Kois und einer schönen Pergola. In den Nebengebäuden waren dann noch ein Maleratelier und ein Café verborgen. Was diesen Garten in meinen Augen auszeichnete war die unglaubliche Ruhe, die er ausstrahlte, was eventuell auch am Fehlen der Touristenmassen lag. Das wir damit Glück gehabt hatten, wurde durch den Basar vor den Toren des Gartens bestätigt, auf dem man unheimlich echte und garantiert alte Antiquitäten und Designerklamotten zu verhandelbaren Preisen erwerben konnte.
Da wir nach dem Besuch der Gärten noch ein wenig Zeit hatten, haben wir uns noch in der Innenstadt von Suzhou umgeschaut und sind so in den Genuss von mit einer süßen Füllung gefüllten BaoZi zu kommen. Die haben wir dann vor dem Tempel des Mysteriums verspeist, einem uralten, taoistischen Tempel.
Der Höhepunkt unseres Suzhouausflugs war meiner Meinung nach der Besuch des Tiger Hills, eines künstlich aufgeschütteten Berges, welcher angeblich das Grab von He Lu, dem Stadtgründer, darstellen soll. Dieser Berg ist eine grüne Oase in dieser ansonsten doch recht grauen Stadt und hat einen sehr großen Park mit allerlei touristischen Attraktionen, wie Tempeln und Teehäusern und weiterer offen zugänglicher Räumlichkeiten, deren Sinn uns öfters mal verborgen blieb. Dies könnte auch daran gelegen haben, dass die meisten der Häuser irgendwann einmal zerstört worden sind und von Mönchen wieder aufgebaut worden sind – nur halt nicht da, wo sie vorher gestanden hatten. Den Mittelpunkt der Anlage bildet eine große Pagode, welche ein Meisterwerk der damaligen Technik darstellte, weil sie nämlich komplett aus Stein gebaut worden ist. Diese Pagode reicht weit über den Wald und damit natürlich auch über die Stadt hinaus und wir hatten uns einen tollen Blick über Suzhou erhofft, als wir uns an der Schlange angestellt hatten. Sind auch gleich mit der zweiten Gruppe i die Pagode hineingegangen, in der Hoffnung bald die ersten Treppen bis rauf zu einer Aussichtsplattform zu steigen. Leider führte der Weg einfach nur einmal in einem S durch die unterste Etage und da waren wir auch schon wieder auf der anderen Seite draußen gestanden und waren ziemlich perplex. Also keine Aussicht.
Trotzdem hat mir dieser Park am Besten gefallen, weil hier sehr viel Natur ist und sich die Massen gut verlaufe haben.
Mein Eindruck zu Suzhou: Man darf sich von dem Bahnhofsvorplatz nicht abschrecken lassen und einfach ein Taxi (regulär) zu den Attraktionen nehmen. Diese sind gut erschlossen und ausgeschrieben und geben ein gutes Bild vom mittelalterlichen Reichtum Suzhous und wie man damals damit umgegangen ist wieder.
Mit 2500 Jahren ist die Stadt eine der ältesten im Jangtsebecken und konnte früher durch die günstige Lage zum Großen Kanal großen Reichtum anhäufen, welcher maßgeblich zur Erscheinung der heutigen Gartenstadt Suzhou beigetragen hat. Denn im 12. bis zum 16. Jahrhundert war es unter den Kaufläuten in Mode gekommen, große Gärten anzulegen.
Diese Gärten haben wir, Thomas und ich, auch besucht, zumindest zwei von Ihnen. Beim ersten Garten, dem Löwenhain-Garten waren wir recht erstaunt, denn das hatte mit unserem Verständnis für Gärten recht wenig gemein. Diesen Garten mussten wir zuerst einmal suchen, denn der Taxifahrer hat uns an einem Zebrastreifen rausgeworfen und uns mit einer Handbewegung bedeutet, dass wir in eine Seitenstraße gehen sollten, was wir dann auch gemacht haben. Auch von außen war der Garten als solches nicht zu erkennen. Das einzige, was auf das Vorhandensein eines touristisch interessanten Objektes, waren die vermehrt anwesenden Rikschafahrer und Reisebusse. Wir sind dann eigentlich auf gut Glück in ein Tor hineingelaufen und standen zunächst im nächsten Innenhof. Dies ging so weiter und wir fragten uns wirklich, ob wir richtig sind, dann aber haben wir einen kleinen Pfad gefunden und standen plötzlich in einem viel größeren Innenhof, mit einem großen Teich in der Mitte und ganz vielen Felsen außen herum. Das besondere an diesen Felsen war ihre außergewöhnliche Form, welche wie wir später erfahren haben nicht 100%ig natürlich ist. Die Felsen wurden früher aus dem Meer oder einem See gezogen, bearbeitet und dann wieder für ca. 20 bis 30 Jahre ins Wasser gelegt, wodurch die Kanten abgeschliffen worden sind. Die Felsen sehen wirklich übernatürlich aus und schaffen ein ganz eigenartiges und unruhiges Ambiente. Auf jeden Fall wurden die Felsen für diesen Garten ausgesucht, weil sie irgendwie entfernt an Löwen erinnern sollten…na ja, wenn die Chinesen meinen. Aber nichts desto trotz sind Thomas und ich über eine Stunde durch den Garten gelaufen und zwar auf kleinen Wegen, die zwischen den Felsen hindurch gingen, ohne dorthin zukommen, wo wir eigentlich hin wollten. Das witzige war, dass wir nie zweimal an der gleichen Stelle waren und das Areal nun wirklich nicht so groß war, als dass wir damit gerechnet hätten so lange dort herumzulaufen. Das schöne an den verschlungenen Pfaden und versteckten Plätzen war die Tatsache, dass sich so auch die ganzen chinesischen Touristen gut verteilt haben und es trotz allem eher ruhig wirkte. Mir hat der Garten Spaß gemacht und ich kann ihn nur empfehlen.
Der zweite Garten, den wir uns angesehen haben, war der Garten des Meisters der Netze, eines ehemaligen Beamten, der den schon im12 Jahrhundert angelegten Garten im 18 Jahrhundert so veränderte, dass er im Ruhestand seiner Leidenschaft des Fischens nachgehen konnte. Dementsprechend besteht der Garten eigentlich nur aus einem großen Teich mit Kois und einer schönen Pergola. In den Nebengebäuden waren dann noch ein Maleratelier und ein Café verborgen. Was diesen Garten in meinen Augen auszeichnete war die unglaubliche Ruhe, die er ausstrahlte, was eventuell auch am Fehlen der Touristenmassen lag. Das wir damit Glück gehabt hatten, wurde durch den Basar vor den Toren des Gartens bestätigt, auf dem man unheimlich echte und garantiert alte Antiquitäten und Designerklamotten zu verhandelbaren Preisen erwerben konnte.
Da wir nach dem Besuch der Gärten noch ein wenig Zeit hatten, haben wir uns noch in der Innenstadt von Suzhou umgeschaut und sind so in den Genuss von mit einer süßen Füllung gefüllten BaoZi zu kommen. Die haben wir dann vor dem Tempel des Mysteriums verspeist, einem uralten, taoistischen Tempel.
Der Höhepunkt unseres Suzhouausflugs war meiner Meinung nach der Besuch des Tiger Hills, eines künstlich aufgeschütteten Berges, welcher angeblich das Grab von He Lu, dem Stadtgründer, darstellen soll. Dieser Berg ist eine grüne Oase in dieser ansonsten doch recht grauen Stadt und hat einen sehr großen Park mit allerlei touristischen Attraktionen, wie Tempeln und Teehäusern und weiterer offen zugänglicher Räumlichkeiten, deren Sinn uns öfters mal verborgen blieb. Dies könnte auch daran gelegen haben, dass die meisten der Häuser irgendwann einmal zerstört worden sind und von Mönchen wieder aufgebaut worden sind – nur halt nicht da, wo sie vorher gestanden hatten. Den Mittelpunkt der Anlage bildet eine große Pagode, welche ein Meisterwerk der damaligen Technik darstellte, weil sie nämlich komplett aus Stein gebaut worden ist. Diese Pagode reicht weit über den Wald und damit natürlich auch über die Stadt hinaus und wir hatten uns einen tollen Blick über Suzhou erhofft, als wir uns an der Schlange angestellt hatten. Sind auch gleich mit der zweiten Gruppe i die Pagode hineingegangen, in der Hoffnung bald die ersten Treppen bis rauf zu einer Aussichtsplattform zu steigen. Leider führte der Weg einfach nur einmal in einem S durch die unterste Etage und da waren wir auch schon wieder auf der anderen Seite draußen gestanden und waren ziemlich perplex. Also keine Aussicht.
Trotzdem hat mir dieser Park am Besten gefallen, weil hier sehr viel Natur ist und sich die Massen gut verlaufe haben.
Mein Eindruck zu Suzhou: Man darf sich von dem Bahnhofsvorplatz nicht abschrecken lassen und einfach ein Taxi (regulär) zu den Attraktionen nehmen. Diese sind gut erschlossen und ausgeschrieben und geben ein gutes Bild vom mittelalterlichen Reichtum Suzhous und wie man damals damit umgegangen ist wieder.
Montag, 2. Juni 2008
4.1 Unterwegs - Nanjing
Halloechen, da bin ich wieder mit einem neuen Bericht aus China. Ich habe uebrigens ein paar Fotos online gestellt, damit ihr mal sehen koennt, mit wem ich hier so meine Zeit verbringe. Heute moechte ich mal etwas ueber Nanjing schreiben und wie ich die Stadt hier bisher kennengelernt habe.
Also Nanjing liegt am Jangtse, dem drittgroessten Fluss der Welt und ca. 300 km von Shanghai entfernt. Nanjing muss in den letzten Jahren enorm gewachsen sein, so dass heute mittlerweile 7 Millionen Menschen hier leben (zur Anschauung: in Berlin leben ungefaehr 3.5 Millionen) und arbeiten. Hier gibt es jede Menge „development zones“ wo Firmen steuerfrei Geschaefte taetigen koennen und dementsprechend viele auslaendische Firmen sind dann auch hier.
Das Zentrum von Nanjing – XinJieKou genannt – liegt im noerdlichen Teil innerhalb der einstigen Stadtmauern. Da Nanjing nach Norden hin vom Jangtse begrenzt wird, weitet sich die Stadt stark gen Sueden aus. Aber zurueck zum Zentrum. Also in XinJieKou sind die ganzen grossen Shoppingmalls und sogar eine kleine Fussgaengerzone. Hier bekommt man alles und auch alles im Original, es gibt Adidas, Nike, Louis Vuitton, ... alles was das Herz eben begehrt (ausser Hosen, die ne ordentliche Laenge haben (es gibt nur die Laenge A und B, ich hatte dann mal ganz dezent nach C gefragt und nur Gelaechter geerntet) und Schuhe in Groessen >44). Wenn man weiss, wo man suchen muss, dann kann man auch den einen oder anderen Fake-market finden, also Maerkte wo die Sachen nicht ganz soo original sind, wie ein paar Häuserecken weiter und wo man auch um die Preise feilschen kann. Ich denke, ich werde diesen Maerkten irgendwann die Woche mal nen Besuch abstatten.
Wenn man vom XinJieKou gen Norden geht, kommt man ins sogenannte Universitaetsviertel mit vielen Kneipen, kleinen Restaurants und ein paar Clubs. Hier gibt es auch viele Expatkneipen, die sich meisten durch das Vorhandensein einer englischen Speisekarte auszeichenen.
Wenn man XinJieKou nach Osten hin verlaesst kommt man nach ein paar Kilometern zum Purple Mountain, der grünen Lunge von Nanjing. Dies ist ein grosser Berg/Huegel, auf dem einige Sehenswuerdigkeiten und Graeber von Leuten sind, von denen wir noch nie was gehoert haben. Hier kann man prima spazierengehen, auch wenn man sich am Wochenende durch die Tourimassen schlagen muss. Irgendwann verlaeuft sich das und dann ist es echt prima.
Suedlich von dem Purple Mountain befindet sich der YueYaHu, der Halbmond See, an dem auch mein Compound liegt. Hier bin ich noch nicht rumgelaufen, aber bei Nacht sieht der See ganz toll aus. Ich werde in den naechsten Tagen mal ein paar Fotos von dem Compound und meiner Wohnung online stellen (Zum Glueck habe ich mit Picasa hier keine Probleme)
Also Nanjing liegt am Jangtse, dem drittgroessten Fluss der Welt und ca. 300 km von Shanghai entfernt. Nanjing muss in den letzten Jahren enorm gewachsen sein, so dass heute mittlerweile 7 Millionen Menschen hier leben (zur Anschauung: in Berlin leben ungefaehr 3.5 Millionen) und arbeiten. Hier gibt es jede Menge „development zones“ wo Firmen steuerfrei Geschaefte taetigen koennen und dementsprechend viele auslaendische Firmen sind dann auch hier.
Das Zentrum von Nanjing – XinJieKou genannt – liegt im noerdlichen Teil innerhalb der einstigen Stadtmauern. Da Nanjing nach Norden hin vom Jangtse begrenzt wird, weitet sich die Stadt stark gen Sueden aus. Aber zurueck zum Zentrum. Also in XinJieKou sind die ganzen grossen Shoppingmalls und sogar eine kleine Fussgaengerzone. Hier bekommt man alles und auch alles im Original, es gibt Adidas, Nike, Louis Vuitton, ... alles was das Herz eben begehrt (ausser Hosen, die ne ordentliche Laenge haben (es gibt nur die Laenge A und B, ich hatte dann mal ganz dezent nach C gefragt und nur Gelaechter geerntet) und Schuhe in Groessen >44). Wenn man weiss, wo man suchen muss, dann kann man auch den einen oder anderen Fake-market finden, also Maerkte wo die Sachen nicht ganz soo original sind, wie ein paar Häuserecken weiter und wo man auch um die Preise feilschen kann. Ich denke, ich werde diesen Maerkten irgendwann die Woche mal nen Besuch abstatten.
Wenn man vom XinJieKou gen Norden geht, kommt man ins sogenannte Universitaetsviertel mit vielen Kneipen, kleinen Restaurants und ein paar Clubs. Hier gibt es auch viele Expatkneipen, die sich meisten durch das Vorhandensein einer englischen Speisekarte auszeichenen.
Wenn man XinJieKou nach Osten hin verlaesst kommt man nach ein paar Kilometern zum Purple Mountain, der grünen Lunge von Nanjing. Dies ist ein grosser Berg/Huegel, auf dem einige Sehenswuerdigkeiten und Graeber von Leuten sind, von denen wir noch nie was gehoert haben. Hier kann man prima spazierengehen, auch wenn man sich am Wochenende durch die Tourimassen schlagen muss. Irgendwann verlaeuft sich das und dann ist es echt prima.
Suedlich von dem Purple Mountain befindet sich der YueYaHu, der Halbmond See, an dem auch mein Compound liegt. Hier bin ich noch nicht rumgelaufen, aber bei Nacht sieht der See ganz toll aus. Ich werde in den naechsten Tagen mal ein paar Fotos von dem Compound und meiner Wohnung online stellen (Zum Glueck habe ich mit Picasa hier keine Probleme)
Mittwoch, 28. Mai 2008
3.1 Essen in China
Das wohl spannenste Thema hier im Reich der Mitte. Ich kann dazu mittlerweile einiges sagen, denn ich habe versucht soviel wie moeglich zu probieren, einiges auch ungewollt, aber dazu spaeter. Vorweg muss ich noch loswerden, dass ich ein einziges Mal Durchfall hatte und da war ich am ersten Abend bei Pizza Hut essen. Ich dachte mir, dass ich meinem Magen nicht gleich schon am ersten Abend das chinesische Essen zumuten muss, naja, haette ich es mal getan.
So jetzt aber zu den interessanten Dingen, was gibt es hier alles zu essen: Die Hauptmahlzeiten, die man hier bekommt, bestehen aus Gefluegel, Fisch, Schwein oder Rind. Auch Shrimps werden oft und gerne angeboten. Also hier im Raum Nanjing habe ich noch keine Insekten oder Hunde auf den Speisekarten entdecken koennen (ich kann sie meistens eh nicht lesen, aber trotzdem). Ansonsten gibt es hier viel Gemuese, Reisgerichte und Nudelsuppen, man kann also gut ueberleben, auch wenn die Gerichte hier nicht wirklich Kalorienreich sind.
Die Zubereitung der meisten Speisen erfolgt einfacher und auch viel schneller als in Deutschland. Hier hat man in der Regel nach fuenf Minuten das erste Gericht auf dem Tisch stehen und kann anfangen zu essen. Zubereitet wird so ziemlich alles, was an den Tieren dran ist und meistens macht man sich hier auch nicht die Muehe das Fleisch von den Knochen zu trennen, so dass man oft ein grosses Stueck Fleisch vor sich zu liegen glaubt, aber das meiste davon aus Knochen besteht. Zudem splittern die Knochen auch, wenn sie zerschnitten werden, was heisst, dass ueberall im Fleisch kleine Knochensplitter sind, was das Essen zu weilen recht anstrengend macht. Hier Fisch zu essen empfinde ich als reine Zeitverschwendung, denn mit den ganzen Graeten ist das Essen noch schwerer als beim Fleisch und die restlichen Speisen werden kalt.
Damit komme ich zum Thema Esskultur, welche ich hier in China eigentlich recht gut finde, denn alle Essen, die bestellt werden, werden in der Mitte vom Tisch aufgestellt und jeder kann sich bedienen. Das ist superklasse, denn die meisten Essen schmecken hier echt sehr sehr gut (hier wird viel staerker gewuerzt als in Deutschland) und so kann man auch alles mal probieren. Auch die Tatsache, dass nicht alles zur gleichen Zeit kommt hat seine Vorteile, denn man bekommt alle zwei bis drei Minuten ein neues warmes Gericht auf den Tisch. Man muss dazu sagen, dass man in China immer mehrere Essen bestellen muss um richtig satt zu werden. Da kann es schon mal vorkommen, dass der Tisch nicht mehr ausrecht um alle Essen darauf unterzubringen, aber auch das wird hier ganz locker gesehen, denn beim Essen laesst man sich hier nicht stoeren. Was ich an der Esskultur hier als etwas stoerend empfinde ist die Tatsache, dass alles, was nicht gegessen werden kann (Knochen, Graeten,...) 1. erstmal mit in den Mund genommen wird und zweitens dann wieder ausgespukt oder mit den Staebchen vom Mund abgeholt und auf dem Tisch oder Teller abgelegt wird. Aber wahrscheinlich muss ich mich daran erst gewoehnen und das faellt mir bald nicht mehr auf.
Spezialitaeten. Als Spezialitaeten gelten hier in Nanjing wahrscheinlich ganz andere Dinge, als in anderen Teilen Chinas, aber hier gibt es z.B. an jeder Strassenecke Gaensehaelse zu kaufen. Die sollen echt gut schmecken, aber ich hab mich noch nicht getraut eine zu probieren. Was ich mich allerdings schon getraut habe, war ein Fischhirn und Entenzungen. Die haben mir meine Kollegen hier bei meinem Begruessungsessen einfach auf den Teller gelegt und damit hatte ich keine Chance mehr „Nein“ zu sagen, aber das war ach gut, denn man sollte sowas wenigstens mal probiert haben, damit man sagen kann, dass es einem nicht schmeckt. Naja und weil ich die ersten Male nur gutes zum Essen bekommen hatte, dachte ich mir, dass ich ja auch mal alleine losgehen koennte und da hats mich dann erwischt. Das Bild sah in der Karte eigentlich ganz lecker aus, aber dann habe ich einen ganzen gehaeuften Teller mit Schweineschnauzen bekommen. Da wurde mir erstmal anders, aber ich hab probiert, aber irgendwann ging es dann echt nicht mehr und ich hab das Restaurant verlassen. Man muss dazu sagen, dass ich für hiesige Verhältnisse echt viel für diese Spezialität bezahlt habe.
So, das war mein erster Eindruck zum Thema Essen, bald kommt sicherlich noch mehr.
So jetzt aber zu den interessanten Dingen, was gibt es hier alles zu essen: Die Hauptmahlzeiten, die man hier bekommt, bestehen aus Gefluegel, Fisch, Schwein oder Rind. Auch Shrimps werden oft und gerne angeboten. Also hier im Raum Nanjing habe ich noch keine Insekten oder Hunde auf den Speisekarten entdecken koennen (ich kann sie meistens eh nicht lesen, aber trotzdem). Ansonsten gibt es hier viel Gemuese, Reisgerichte und Nudelsuppen, man kann also gut ueberleben, auch wenn die Gerichte hier nicht wirklich Kalorienreich sind.
Die Zubereitung der meisten Speisen erfolgt einfacher und auch viel schneller als in Deutschland. Hier hat man in der Regel nach fuenf Minuten das erste Gericht auf dem Tisch stehen und kann anfangen zu essen. Zubereitet wird so ziemlich alles, was an den Tieren dran ist und meistens macht man sich hier auch nicht die Muehe das Fleisch von den Knochen zu trennen, so dass man oft ein grosses Stueck Fleisch vor sich zu liegen glaubt, aber das meiste davon aus Knochen besteht. Zudem splittern die Knochen auch, wenn sie zerschnitten werden, was heisst, dass ueberall im Fleisch kleine Knochensplitter sind, was das Essen zu weilen recht anstrengend macht. Hier Fisch zu essen empfinde ich als reine Zeitverschwendung, denn mit den ganzen Graeten ist das Essen noch schwerer als beim Fleisch und die restlichen Speisen werden kalt.
Damit komme ich zum Thema Esskultur, welche ich hier in China eigentlich recht gut finde, denn alle Essen, die bestellt werden, werden in der Mitte vom Tisch aufgestellt und jeder kann sich bedienen. Das ist superklasse, denn die meisten Essen schmecken hier echt sehr sehr gut (hier wird viel staerker gewuerzt als in Deutschland) und so kann man auch alles mal probieren. Auch die Tatsache, dass nicht alles zur gleichen Zeit kommt hat seine Vorteile, denn man bekommt alle zwei bis drei Minuten ein neues warmes Gericht auf den Tisch. Man muss dazu sagen, dass man in China immer mehrere Essen bestellen muss um richtig satt zu werden. Da kann es schon mal vorkommen, dass der Tisch nicht mehr ausrecht um alle Essen darauf unterzubringen, aber auch das wird hier ganz locker gesehen, denn beim Essen laesst man sich hier nicht stoeren. Was ich an der Esskultur hier als etwas stoerend empfinde ist die Tatsache, dass alles, was nicht gegessen werden kann (Knochen, Graeten,...) 1. erstmal mit in den Mund genommen wird und zweitens dann wieder ausgespukt oder mit den Staebchen vom Mund abgeholt und auf dem Tisch oder Teller abgelegt wird. Aber wahrscheinlich muss ich mich daran erst gewoehnen und das faellt mir bald nicht mehr auf.
Spezialitaeten. Als Spezialitaeten gelten hier in Nanjing wahrscheinlich ganz andere Dinge, als in anderen Teilen Chinas, aber hier gibt es z.B. an jeder Strassenecke Gaensehaelse zu kaufen. Die sollen echt gut schmecken, aber ich hab mich noch nicht getraut eine zu probieren. Was ich mich allerdings schon getraut habe, war ein Fischhirn und Entenzungen. Die haben mir meine Kollegen hier bei meinem Begruessungsessen einfach auf den Teller gelegt und damit hatte ich keine Chance mehr „Nein“ zu sagen, aber das war ach gut, denn man sollte sowas wenigstens mal probiert haben, damit man sagen kann, dass es einem nicht schmeckt. Naja und weil ich die ersten Male nur gutes zum Essen bekommen hatte, dachte ich mir, dass ich ja auch mal alleine losgehen koennte und da hats mich dann erwischt. Das Bild sah in der Karte eigentlich ganz lecker aus, aber dann habe ich einen ganzen gehaeuften Teller mit Schweineschnauzen bekommen. Da wurde mir erstmal anders, aber ich hab probiert, aber irgendwann ging es dann echt nicht mehr und ich hab das Restaurant verlassen. Man muss dazu sagen, dass ich für hiesige Verhältnisse echt viel für diese Spezialität bezahlt habe.
So, das war mein erster Eindruck zum Thema Essen, bald kommt sicherlich noch mehr.
Montag, 19. Mai 2008
2.1 Wohnen in China
Zum Thema wohnen hier in China kann ich auch schon eine ganze Menge sagen. Also als ich hier angekommen bin, war ich schon voller Hoffnung von dem Makler (Harbor Liu) in meine Wohnung gebracht zu werden. Ich hatte im Vorfeld schon Fotos von einigen Wohnungen per Email geschickt bekommen, und mich fuer die schoenste davon entschieden. Leider hat das dann alles doch nicht so geklappt, wie ich mir das vorgestellt hatte (gehoert wohl irgendwie zum Infojahr dazu).
Der Vertrag fuer die Wohnung wurde nicht vom Vermieter aufgesetzt, sondern von meiner Firma (der Immobiliensparte davon) und den wollten die Vermieter einfach nicht unterschreiben. Ich habe den vertarg fuer meine jetzige Wohnung gelesen und bei einigen Stellen davon haette ich mich wohl auch gewehrt.
Die Frage, die folgte war, in welches Hotel ich denn gerne wollte: das Jinling oder das Xuanwu und da ich weder das eine noch das andere davon kannte habe ich mich einfach fuer das erste entschieden, was sich als Gluecksfall herausgestellt hatte. Es war ein sehr modernes *****-Hotel mit einem schoenen Fruehstuck und lag genau in XinJieKou, dem Stadtzentrum von Nanjing.
Leider durfte ich hier nur zwei Naechte bleiben und musste dann in ein anderes, zwar auch *****-Hotel umziehen, was etwas abseits lag und nicht soo modern war. Es war trotzdem ein schoenes Hotel und es hatte einen Shuttleservice zur Firma und auch wieder zurueck angeboten, was natuerlich sehr angenehm war. Ausserdem lag es direkt neben der „Food-Street“ von Nanjing, der Hunan Road. Hier gibt es jede Menge Restaurants, aber darueber schreibe ich im naechsten Kapitel.
Gleich am ersten Montag wurde ich dann auf eine Besichtigungstour mitgenommen. Wir durften 7 Wohnungen nach der Arbeit besichtigen ud da waren einige Kruecken dabei. Es gab nur eine, die mir gefallen haette, aber da hat die Damen von der Persa gesagt, dass diese nicht so toll gewesen sei, warum weiss ich bis heute nicht.
Naja und der Rest war echt unter aller Kanone von der Ausstattung und der Lage her (6.Stock ohne Aufzug und solche Scherze). Da war ich ganz froh, dass mir am Donnerstag dann noch eine Wohnung angeboten worden ist, die wirklich schoen ist und auch genau dort liegt, wo ich hinwollte. An der MuXuYuan DaJie. Hier wohnen eigentlich alle Praktikanten und Informanden der Gesellschaften hier in Nanjing, also hab ich dann auch schnell Anschluss gefunden. Die Wohnung ist zwar ein wenig gross fuer mich, aber damit werd ich schon zurecht kommen. So koennen zumindest Gaeste bei mir uebernachten (Wink mit dem Zaunpfahl ;-))
So konnte ich dann auch nach drei Stunden Aufenthalt in der Wohnung am Montag, wo ich mir drei Chinesen anschauen bzw. –hoeren durfte, die ueber verschiedenste Klausel im Vertrag verhandelt hatten, obwohl der Vertrag ja sowieso nicht mehr geaendert werden wuerde. Naja auf jeden Fall konnte ich schon mal alle Geraete testen, den Vertrag lesen und mich mit der Wohung vertraut machen.
Im Moment bin ich gerade dabei die Wohnung zu putzen, denn damit haben die`s hier nicht so, zumindest nicht ordentlich. Was die hier machen, ist eher den Dreck gleichmaessig verteilen, damit es nicht auffaellt, als dass sie ihn beseitigen wuerden.
Am Samstag habe ich dann noch einen Internetanschluss bekommen und der Vermieter hat mir erklaert, wie ich mit warmen Wasser duschen kann. Dafuer muss ich naemlich erst ins Bad, die Dusche auf heiss stellen und anmachen, dann in die Kueche, den Boiler anmachen und dann einfach unter der Dusche warten, bis das Wasser warm wird. Zur Dusche muss ich sagen, dass es eine Dusche mit vier Funktionen ist: 1. normaler Duschkopf mit 4 moeglichen Einstellungen, 2. ein Wasserstrahl, der einfach nur nach unten gerichtet ist, aehnlich eines Wasserhahns. Ich denke mal um sich die Beine kalt absprühen zu koennen, 3. vier Duesen, die auf den Koerper gerichtet sind und stark zerstaeubtes Wasser verspruehen und 4. und mir das wichtigste, eine Regendusche. Leider bin ich zu gross um mich darunter zu stellen L Tja verloren wuerde ich sagen *lach*.Also dann, die Fotos werde ich baldmoeglichst online stellen, versprochen.
Der Vertrag fuer die Wohnung wurde nicht vom Vermieter aufgesetzt, sondern von meiner Firma (der Immobiliensparte davon) und den wollten die Vermieter einfach nicht unterschreiben. Ich habe den vertarg fuer meine jetzige Wohnung gelesen und bei einigen Stellen davon haette ich mich wohl auch gewehrt.
Die Frage, die folgte war, in welches Hotel ich denn gerne wollte: das Jinling oder das Xuanwu und da ich weder das eine noch das andere davon kannte habe ich mich einfach fuer das erste entschieden, was sich als Gluecksfall herausgestellt hatte. Es war ein sehr modernes *****-Hotel mit einem schoenen Fruehstuck und lag genau in XinJieKou, dem Stadtzentrum von Nanjing.
Leider durfte ich hier nur zwei Naechte bleiben und musste dann in ein anderes, zwar auch *****-Hotel umziehen, was etwas abseits lag und nicht soo modern war. Es war trotzdem ein schoenes Hotel und es hatte einen Shuttleservice zur Firma und auch wieder zurueck angeboten, was natuerlich sehr angenehm war. Ausserdem lag es direkt neben der „Food-Street“ von Nanjing, der Hunan Road. Hier gibt es jede Menge Restaurants, aber darueber schreibe ich im naechsten Kapitel.
Gleich am ersten Montag wurde ich dann auf eine Besichtigungstour mitgenommen. Wir durften 7 Wohnungen nach der Arbeit besichtigen ud da waren einige Kruecken dabei. Es gab nur eine, die mir gefallen haette, aber da hat die Damen von der Persa gesagt, dass diese nicht so toll gewesen sei, warum weiss ich bis heute nicht.
Naja und der Rest war echt unter aller Kanone von der Ausstattung und der Lage her (6.Stock ohne Aufzug und solche Scherze). Da war ich ganz froh, dass mir am Donnerstag dann noch eine Wohnung angeboten worden ist, die wirklich schoen ist und auch genau dort liegt, wo ich hinwollte. An der MuXuYuan DaJie. Hier wohnen eigentlich alle Praktikanten und Informanden der Gesellschaften hier in Nanjing, also hab ich dann auch schnell Anschluss gefunden. Die Wohnung ist zwar ein wenig gross fuer mich, aber damit werd ich schon zurecht kommen. So koennen zumindest Gaeste bei mir uebernachten (Wink mit dem Zaunpfahl ;-))
So konnte ich dann auch nach drei Stunden Aufenthalt in der Wohnung am Montag, wo ich mir drei Chinesen anschauen bzw. –hoeren durfte, die ueber verschiedenste Klausel im Vertrag verhandelt hatten, obwohl der Vertrag ja sowieso nicht mehr geaendert werden wuerde. Naja auf jeden Fall konnte ich schon mal alle Geraete testen, den Vertrag lesen und mich mit der Wohung vertraut machen.
Im Moment bin ich gerade dabei die Wohnung zu putzen, denn damit haben die`s hier nicht so, zumindest nicht ordentlich. Was die hier machen, ist eher den Dreck gleichmaessig verteilen, damit es nicht auffaellt, als dass sie ihn beseitigen wuerden.
Am Samstag habe ich dann noch einen Internetanschluss bekommen und der Vermieter hat mir erklaert, wie ich mit warmen Wasser duschen kann. Dafuer muss ich naemlich erst ins Bad, die Dusche auf heiss stellen und anmachen, dann in die Kueche, den Boiler anmachen und dann einfach unter der Dusche warten, bis das Wasser warm wird. Zur Dusche muss ich sagen, dass es eine Dusche mit vier Funktionen ist: 1. normaler Duschkopf mit 4 moeglichen Einstellungen, 2. ein Wasserstrahl, der einfach nur nach unten gerichtet ist, aehnlich eines Wasserhahns. Ich denke mal um sich die Beine kalt absprühen zu koennen, 3. vier Duesen, die auf den Koerper gerichtet sind und stark zerstaeubtes Wasser verspruehen und 4. und mir das wichtigste, eine Regendusche. Leider bin ich zu gross um mich darunter zu stellen L Tja verloren wuerde ich sagen *lach*.Also dann, die Fotos werde ich baldmoeglichst online stellen, versprochen.
Mittwoch, 14. Mai 2008
1. Lebenszeichen aus China
Hallo ihr Lieben,
So, meine erste Meldung aus China, die auf diesem Blog erscheint. Es ist naemlich gar nicht so einfach, denn die chinesischen Behoerden sperren den Zugang zu Blogspot.com, doch meine Süße hat sich bereit erklaert meine Berichte von Deutschland aus einzustellen...danke dir mein Engel. Ich hoffe, dass ich bald eine Moeglichkeit finden werde, die chinesischen Behoerden zu umgehen. Ich hab da mal was gehoert, hab ich aber noch nicht ausprobiert.
Also ich bin hier heil in Nanjing angekommen und habe gestern meine Wohnung hier bezogen. Damit werde ich noch einige Scherereien haben, bis die endlich in einem annehmbaren Zustand ist, aber das geht ja irgendwie jedem so, oder?
Das Erdbeben, was es in China gegeben hat, hat mich nicht betroffen. Ich habe davon nicht einmal etwas gemerkt und es hat mich doch schon sehr gewundert zu lesen, dass in Shanghai ein Hochhaus evakuiert werden musste...Nanjing liegt ja noch vor Shanghai, vom Beben aus gesehen. Naja, toitoitoi, dass das so bleibt!
Also dann - mir gehts soweit gut und ich melde mich bald wieder, dann auch mit Fotos.
So, meine erste Meldung aus China, die auf diesem Blog erscheint. Es ist naemlich gar nicht so einfach, denn die chinesischen Behoerden sperren den Zugang zu Blogspot.com, doch meine Süße hat sich bereit erklaert meine Berichte von Deutschland aus einzustellen...danke dir mein Engel. Ich hoffe, dass ich bald eine Moeglichkeit finden werde, die chinesischen Behoerden zu umgehen. Ich hab da mal was gehoert, hab ich aber noch nicht ausprobiert.
Also ich bin hier heil in Nanjing angekommen und habe gestern meine Wohnung hier bezogen. Damit werde ich noch einige Scherereien haben, bis die endlich in einem annehmbaren Zustand ist, aber das geht ja irgendwie jedem so, oder?
Das Erdbeben, was es in China gegeben hat, hat mich nicht betroffen. Ich habe davon nicht einmal etwas gemerkt und es hat mich doch schon sehr gewundert zu lesen, dass in Shanghai ein Hochhaus evakuiert werden musste...Nanjing liegt ja noch vor Shanghai, vom Beben aus gesehen. Naja, toitoitoi, dass das so bleibt!
Also dann - mir gehts soweit gut und ich melde mich bald wieder, dann auch mit Fotos.
Samstag, 12. April 2008
POS - Interkulturelles Training
Juhu!! Meine zweite Meldung vom POS. Wir hatten die letzten Tage Interkulturelle Training um uns auf das Ausland und die speziellen Verhaltensweisen vorzubereiten. Super interessant, meiner Meinung nach, da sitz ich auch gerne mal am Samstag bis 17 Uhr (wenns reicht) in der kaufmännischen Schule hier in Berlin.
Wusstet ihr, wie man indirekte Dialoge führt oder wie man Präsentationen in Asien aufbaut, ich weiß es jetzt und ich glaube, dass die ganze Auslandsgeschichte für mich nicht so ganz einfach werden wird. Immer um den heißen Brei herumzureden und erst ganz am Ende auf den Kern der Sache kommen ist für mich dann doch eher ungewohnt.
Soweit sogut, bei uns gehts weiter, bis bald
Wusstet ihr, wie man indirekte Dialoge führt oder wie man Präsentationen in Asien aufbaut, ich weiß es jetzt und ich glaube, dass die ganze Auslandsgeschichte für mich nicht so ganz einfach werden wird. Immer um den heißen Brei herumzureden und erst ganz am Ende auf den Kern der Sache kommen ist für mich dann doch eher ungewohnt.
Soweit sogut, bei uns gehts weiter, bis bald
Dienstag, 8. April 2008
POS - 1. Woche
So, jetzt bin ich heil in Berlin angekommen. Die erste von meinen Mit-Informanden haben ich gleich auf der Fahrt nach Berlin kennengelernt, den Rest dann spätestens am Abend. Wir sind, nachdem alle halbwegs ausgepackt und eingekauft haben, zusammen zu den 12 Aposteln Pizza essen gegangen. War sehr lecker, auch wenn einige von uns moralische Bedenken bezüglich der Inhaberstrukur geäußert hatten.
Der Wochenplan sah dann wiefolgt aus: Einführung, englisches Präsentationstraining, Präsentation zu den makroökonomischen Herausforderungen, Stadtrundfahrt dann am Samstag.
Soweit ich das jetzt nach einer Woche beurteilen kann, habe ich hier eine ganz nette und ziemlich homogene Gruppe gefunden und hoffe, dass das noch die nächsten 3 Wochen so bleibt, dann gehen wir nämlich alle in unsere Einsatzländer.
Der Wochenplan sah dann wiefolgt aus: Einführung, englisches Präsentationstraining, Präsentation zu den makroökonomischen Herausforderungen, Stadtrundfahrt dann am Samstag.
Soweit ich das jetzt nach einer Woche beurteilen kann, habe ich hier eine ganz nette und ziemlich homogene Gruppe gefunden und hoffe, dass das noch die nächsten 3 Wochen so bleibt, dann gehen wir nämlich alle in unsere Einsatzländer.
Freitag, 14. März 2008
Abschied
Hallöle,
so es wird Zeit den Blog wieder zu reaktivieren. Heute habe ich den endgültigen Abschied mit meinen Kollegen gefeiert. Es gab jede Mange Sekt und noch mehr Pizza und ich wurde ganz lieb verabschiedet. Ich habe auch zwei Geschenke bekommen, die sehr verdächtig nach Hemden aussehen (Ich habe sie noch nicht ausgepackt) :-)
Die nächste Zeit werde ich dann verwenden, um die letzten, noch offenen Fragen zu klären und hoffentlich endlich die Zusage für eine Wohnung in Nanjing bekommen.
so es wird Zeit den Blog wieder zu reaktivieren. Heute habe ich den endgültigen Abschied mit meinen Kollegen gefeiert. Es gab jede Mange Sekt und noch mehr Pizza und ich wurde ganz lieb verabschiedet. Ich habe auch zwei Geschenke bekommen, die sehr verdächtig nach Hemden aussehen (Ich habe sie noch nicht ausgepackt) :-)
Die nächste Zeit werde ich dann verwenden, um die letzten, noch offenen Fragen zu klären und hoffentlich endlich die Zusage für eine Wohnung in Nanjing bekommen.
Dienstag, 20. November 2007
Winterreifen
Also, als wir auf dem Anflug auf München waren ist mir das Hrz fast stehen geblieben...eine geschlossene Schneedecke über dem ganzen Land. Mein erster Gedanke: Toll, dann können wir ja wieder Skifahren gehen, mein zweiter Gedanke, ich habe noch Sommerreifen auf meinem Auto und wir müssen noch die 200 km nach Erlangen fahren...oha! Zum Glück waren die Straßen gut geräumt, so dass wir keine Probleme hatten. Muffensausen hatte ich aber schon, weil ich ja schon eine Rutschpartie auf der Autobahn anfang des Jahres hinter mir habe.
Heute habe ich es dann geschaft und hab mir einen Reifenhändler gesucht und mir (mit freundlicher finanzieller Unterstützung meiner Eltern und Großeltern) einen Satz neue Winterreifen bestellt und bekomme sie Donnerstag angebaut. Dann bin ich auch auf der sicheren Seite :-)
Heute habe ich es dann geschaft und hab mir einen Reifenhändler gesucht und mir (mit freundlicher finanzieller Unterstützung meiner Eltern und Großeltern) einen Satz neue Winterreifen bestellt und bekomme sie Donnerstag angebaut. Dann bin ich auch auf der sicheren Seite :-)
Montag, 10. September 2007
Überraschung auf dem Klo
Ich erlebte heute eine große Überraschung, als ich als ich auf der Arbeit aus der Toilette kam. Ich trat aus der Tür und da nahmen mir einige Herren unseres Zentralvorstandes die Tür aus der Hand und drängten auf das stille Örtchen. Wann kann man diese Herren denn mal in natura sehen?
Derby gewonnen
ICh glaubs nicht...ich bin restlos begeistert. Wir haben die DK mit 2:1 wieder nach Hause geschickt. Endlich haben wir mal alle gekämpft und nicht nur einige. Es hat einfach Spaß gemacht heute zu spielen und dazu haben auch die gegnerischen Fans begetragen, weil die mich richtig aggressiv gemacht hatten. Premiere in dieser Saison: Ich habe eine gelbe Karte wegen eines Foulspiels bekommen...Ha! Aber ich hab ihn dabei nichtmal wirklich erwischt.
Ich hoffe, dass dieses Erfolgserlebnis uns weiter zusammenschweißt und wir jetzt endlich mal anfangen erfolgreich zu sein.
Ich hoffe, dass dieses Erfolgserlebnis uns weiter zusammenschweißt und wir jetzt endlich mal anfangen erfolgreich zu sein.
Freitag, 7. September 2007
Neue Geschmäcker bei Haribo
Also, im Büro sind wir heute mal auf das Thema Gummibärchen gekommen und dabei ist mir eingefallen, dass ich vor nicht allzu langer Zeit einen Artikel über eine neue Geschmacksrichtung bei den Goldbären gelesen zu haben.
Nach dieser Auffrischung meines Gedächnisses musste ich - als großer Gummibärchenfan - natürlich sofort los, um mir eine Tüte dieser Köstichkeit zu kaufen und siehe da! Die aktuellen Geschmacksrichtungen sind Orange, Ananas, Apfel, Zitrone, Erdbeere und neu Himbeere.
Mein Fazit: sehr lecker!
Nach dieser Auffrischung meines Gedächnisses musste ich - als großer Gummibärchenfan - natürlich sofort los, um mir eine Tüte dieser Köstichkeit zu kaufen und siehe da! Die aktuellen Geschmacksrichtungen sind Orange, Ananas, Apfel, Zitrone, Erdbeere und neu Himbeere.
Mein Fazit: sehr lecker!
Aussprache
Nach den letzten Spielen mit 2:11 Toren und 0 Punkten und indiskutablen Leistungen musste eine Aussprache her und der Coach hat diese heute auch forciert. Nach einer kurzen Ansprache von ihm - nur 25 Minuten - habe ich dann das Wort ergriffen und mal die Situation aus meiner Sicht erzählt und zur Diskussion freigegeben. In der Folgezeit wurde dann auch eine Mnge über mein angeblich mangelndes Selbstbewusstsein und dass es für mich eigentlich keinen Grund gäbe mich zu verstecken. Naja, das war zwar überhaupt nicht das, was ich erreichen wollte, weil ich eigentlich sagen wollte, dass mir der Spaß am Fussballn eine wenig abhanden gekommen ist. Gut, ich hab mich dann in mein Schicksal ergeben und dann die Leute reden lassen.
Das Resultat dieser Besprechung war folgendes: Wir müssen versuchen die Disziplin wieder in die Mannschaft zu bekommen und eine Hackordnung zu etablieren. Ich bin ja mal gespannt auf Sonntag, ob wir das, was wir die ganze Zeit beprechen, auch mal umsetzen können. Gegen die DJK zählts!
Das Resultat dieser Besprechung war folgendes: Wir müssen versuchen die Disziplin wieder in die Mannschaft zu bekommen und eine Hackordnung zu etablieren. Ich bin ja mal gespannt auf Sonntag, ob wir das, was wir die ganze Zeit beprechen, auch mal umsetzen können. Gegen die DJK zählts!
Montag, 3. September 2007
Umzug und Feiern - mein Wochenende
Schon am freitag bin ich zu meinen Eltern nach Erding aufgebrochen, damit ich am Samstag bei dem Umzug meiner Großeltern zu helfen. Zugegebenermaßen, war der Umzug nicht ganz so spektakulär, wie man das zuerst annimmt, denn meine Großeltern sind innerhalb ihres Hauses von den Stockwerken 2 bis 4 ins erste umgezogen.
Die große Schwierigkeit bestand eigentlich darin, dass die zu transportierenden Teile groß und sperrig und die Flure bzw Türen teilweise sehr schmal waren. Besondere Probleme hatten wir mit einem alten und sehr schönen Schrank, den man zum Glück in zwei Teile zerlegen konnte. Hätten wir die Hälften nicht auf einem Tresen, der zum Glück von einer nichttragenden Wand in der neuen Wohnung übriggeblieben war, zwischenlegen konnten, hätten wir große Probleme gehabt, den Schrank in die Wohnung zu bekommen.
Nach getaner Arbeit sind wir noch kurz bei meinem Opa im Krankenhaus vorbei gefahren und haben ihn dann beim Abendessen "überrascht". Auf diesem Wege nochmal gute Besserung an dich, Opa.
Dann ging die Fahrt weiter und ich habe es abends dann doch noch geschafft zu der Geburtstagsfeier vom Beisser zu gehen. Wir hatten uns im "Galileo" getroffen und ein zwei gemütliche Cocktails getrunken. Danach sind die meisten dann nach Hause gegangen, nur gerd und Katja (seine Freundin) sind noch mit ins Orion gegangen und haben dann nach zwei Bierchen den Abend/die Nacht ausklingen lassen.
Die große Schwierigkeit bestand eigentlich darin, dass die zu transportierenden Teile groß und sperrig und die Flure bzw Türen teilweise sehr schmal waren. Besondere Probleme hatten wir mit einem alten und sehr schönen Schrank, den man zum Glück in zwei Teile zerlegen konnte. Hätten wir die Hälften nicht auf einem Tresen, der zum Glück von einer nichttragenden Wand in der neuen Wohnung übriggeblieben war, zwischenlegen konnten, hätten wir große Probleme gehabt, den Schrank in die Wohnung zu bekommen.
Nach getaner Arbeit sind wir noch kurz bei meinem Opa im Krankenhaus vorbei gefahren und haben ihn dann beim Abendessen "überrascht". Auf diesem Wege nochmal gute Besserung an dich, Opa.
Dann ging die Fahrt weiter und ich habe es abends dann doch noch geschafft zu der Geburtstagsfeier vom Beisser zu gehen. Wir hatten uns im "Galileo" getroffen und ein zwei gemütliche Cocktails getrunken. Danach sind die meisten dann nach Hause gegangen, nur gerd und Katja (seine Freundin) sind noch mit ins Orion gegangen und haben dann nach zwei Bierchen den Abend/die Nacht ausklingen lassen.
Mittwoch, 22. August 2007
U21-Länderspiel
Ja, hier bin ich wieder. Gestern waren wir (Anke, Vincent, Gerd, Christian, Kevin und ich) bei dem letzten Vorbereitungspiel der U21-Nationalmannschaft in Fürth. Dies war die letzte Chance für einige Spieler sich für die EM-Quali und den Kader von Dieter Eilts zu empfehlen. Der Gegner hieß Irland.
Nachdem wir geklärt hatten, wie wir den weiten Weg von Erlangen nach Fürth zurücklegen sollten, was einige Diskusion erforderte, haben wir uns am Bahnhof getroffen. Alle? Nein Gerd und Christian haben sich dann doch entschieden mit dem Auto zu fahren.
Als wir in Fürth angekommen waren stellte sich noch kurz die Frage, mit welcher Bahn wir in welche Richtung und wie wir von der Station dann zum Stadion kommen. Nachdem auch diese geklärt war und wir noch rechtzeitig ins Stadion gekommen waren, konnten wir auch die architektonische Meisterleistung "Playmobil-Stadion" zu Fürth bewundern.
Uns wurde schlagartig klar, warum die SpVgg nicht aufsteigen möchte...das Stadion ist mit Nichten erstligareif. Die Tribünen sahen aus, als ob sie bei einigen Stadionschließungen günstig erworben worden waren, es wirkte wie Stückwerk. Es gibt dort fünf verschiedene Tribünentypen, die direkt nebeneinander stehen: die überdachte gemauerte Haupttribüne, die provisorische unüberdachte Tribüne mit Sitzplätzen, daneben ganz klein ein Block für die Gästefans mit Stehplätzen und einer steileren Neigung als die Nebentribüne, daneben ist auf der Gegengeraden eine Tribüne, die ebenfalls sehr provisorisch wirkt, aber mit Sitzplätzen ist und überdacht worden ist. Zu guter Letzt gibt es noch einen großen Heimfanblock mit Stehplätzen. Zwischen den Heimfanblock und der Haupttribüne gibt es gar keine Tribüne...ohne Kommentar.
Wenn uns das Stadion schon nicht beeindrucken konnte, so hofften wir wenigstens mit Tempofussball, tollen Kombinationen und vielen Torchancen begeistert zu werden, aber auch hier Fehlanzeige. Das Spiel war wohl sehr taktisch geprägt (wenn man es beschönigen möchte), denn Irland stand sehr tief und Deutschland viel nichts ein. So spielte sich der Großteil des Spiels i Mittelfeld, begleitet von vielen Fehlpässen beider Mannschaften, ab. Hoffnung gab es nach 18 Minuten als Deutschland mit 1:0 in Führung ging, aber leider hörten sie danach auch auf Fussball zu spielen und warteten auf die Iren, welchen dann auch noch kurz vor der Halbzeit das 1:1 gelang.
In der zweiten Halbzeit spielte Deutschland konsequenter nach vorne ohne jedoch gute Torraumszenen zu erspielen. folgerichtig gingen die Iren nach einem Konter mit 1:2 in Führung. Es sah lange Zeit so aus, als ob Deutschland keine Chancemehr haben sollte den Ausgleich zu schießen, aber in der 86. Minute fand ein hoch in den Strafraum geschlagener Freistoß den Kopf von Beck, welcher den verdienten Ausgleich köpfte. Die übrigens sehr zur Freude von Gerd, weil Beck vom VfB Stuttgart kam.
Nach dem Spiel entschlossen wir uns nicht in den überfüllten Bus zu steigen und gingen zurück zum Bahnhof (wir waren schneller als die Leute, die auf den Bus gewartet hatten) und ließen den Abend gemütlich im Spruz ausklingen.
Fazit: kein schönes Spiel, kein schönes Stadion aber trotzdem eine lustige Veranstaltung.
Nachdem wir geklärt hatten, wie wir den weiten Weg von Erlangen nach Fürth zurücklegen sollten, was einige Diskusion erforderte, haben wir uns am Bahnhof getroffen. Alle? Nein Gerd und Christian haben sich dann doch entschieden mit dem Auto zu fahren.
Als wir in Fürth angekommen waren stellte sich noch kurz die Frage, mit welcher Bahn wir in welche Richtung und wie wir von der Station dann zum Stadion kommen. Nachdem auch diese geklärt war und wir noch rechtzeitig ins Stadion gekommen waren, konnten wir auch die architektonische Meisterleistung "Playmobil-Stadion" zu Fürth bewundern.
Uns wurde schlagartig klar, warum die SpVgg nicht aufsteigen möchte...das Stadion ist mit Nichten erstligareif. Die Tribünen sahen aus, als ob sie bei einigen Stadionschließungen günstig erworben worden waren, es wirkte wie Stückwerk. Es gibt dort fünf verschiedene Tribünentypen, die direkt nebeneinander stehen: die überdachte gemauerte Haupttribüne, die provisorische unüberdachte Tribüne mit Sitzplätzen, daneben ganz klein ein Block für die Gästefans mit Stehplätzen und einer steileren Neigung als die Nebentribüne, daneben ist auf der Gegengeraden eine Tribüne, die ebenfalls sehr provisorisch wirkt, aber mit Sitzplätzen ist und überdacht worden ist. Zu guter Letzt gibt es noch einen großen Heimfanblock mit Stehplätzen. Zwischen den Heimfanblock und der Haupttribüne gibt es gar keine Tribüne...ohne Kommentar.
Wenn uns das Stadion schon nicht beeindrucken konnte, so hofften wir wenigstens mit Tempofussball, tollen Kombinationen und vielen Torchancen begeistert zu werden, aber auch hier Fehlanzeige. Das Spiel war wohl sehr taktisch geprägt (wenn man es beschönigen möchte), denn Irland stand sehr tief und Deutschland viel nichts ein. So spielte sich der Großteil des Spiels i Mittelfeld, begleitet von vielen Fehlpässen beider Mannschaften, ab. Hoffnung gab es nach 18 Minuten als Deutschland mit 1:0 in Führung ging, aber leider hörten sie danach auch auf Fussball zu spielen und warteten auf die Iren, welchen dann auch noch kurz vor der Halbzeit das 1:1 gelang.
In der zweiten Halbzeit spielte Deutschland konsequenter nach vorne ohne jedoch gute Torraumszenen zu erspielen. folgerichtig gingen die Iren nach einem Konter mit 1:2 in Führung. Es sah lange Zeit so aus, als ob Deutschland keine Chancemehr haben sollte den Ausgleich zu schießen, aber in der 86. Minute fand ein hoch in den Strafraum geschlagener Freistoß den Kopf von Beck, welcher den verdienten Ausgleich köpfte. Die übrigens sehr zur Freude von Gerd, weil Beck vom VfB Stuttgart kam.
Nach dem Spiel entschlossen wir uns nicht in den überfüllten Bus zu steigen und gingen zurück zum Bahnhof (wir waren schneller als die Leute, die auf den Bus gewartet hatten) und ließen den Abend gemütlich im Spruz ausklingen.
Fazit: kein schönes Spiel, kein schönes Stadion aber trotzdem eine lustige Veranstaltung.
Sonntag, 19. August 2007
Tolle Leistung
Werden wir am Ende doch noch eine Mannschaft? Ein klasse Spiel haben wir heute gegen Niederlindach abgeliefert.
Das Spiel hatte ganz gut angefangen. Wir waren den Niederlindachern klar überlegen und hatten uns schon ein paar Chancen erarbeitet, da habe ich mich bei einer Grätsche irgendwie verschätzt, bin mit den Stollen im Boden hängen geblieben und hab mir was am Rücken getan. Musste ausgewechselt werden. Kurz darauf schaffte Mile nach einer schönen Kombination aus acht Metern freistehend das 1:0.
Was dann geschah, weiß ich nicht mehr so genau, aber die Szenen ähnelten sich. Ein langer Ball, die Abwehr war aufgerückt und der Stürmer steht frei vorm Tor und macht dieses dann auch. Das ganze pasierte 2 mal kurz hintereinander und schon lagen wir hinten. Kurz vor der Pause haben wir dann aufgrund zweier individueller Fehler (den Ball bloß nicht mal von hinten einfach nur nach vorne schießen) noch eines bekommen - 1:3 hinten.
Nach einer etwas lauteren Ansprache in der Halbzeit gingen wir mit neuem Selbstbewusstsein in die zweite Halbzeit und haben es bis 10 Minuten vor Schluss aus dem 1:3 ein 3:3 zu machen. Die Tore schossen wiederum Mile und Dusan nach einem durchaus haltbaren Sonntagsschuss bzw einem Freistoß aus 20 Metern.
Aber wir gaben uns mit dem Unentschieden nnicht zufrieden, zumal die Niederlindacher in der zweiten Halbzeit keine einzige nennenswerte Aktion nach vorne hatten und uns spielerisch und kämpferisch unterlegen waren. Nach mehreren Fernschüssen, die der Torwart noch irgenwie abwehren konnte, klappte es dann endlich nach einem Eckstoß. Ausgerechnet Jens, der ehemalige Spieler von Niederlindach setzte sich durch und köpfte das erlösende 4:3, was dann auch der Endstand war.
Aus meiner Sicht kann ich nur sagen, dass ich selten so ein spannendes und fesselndes Spiel gesehen habe und ich hoffe, dass wir jetzt endlich soweit sind, dass wir alle an einem Strang ziehen.
Das Spiel hatte ganz gut angefangen. Wir waren den Niederlindachern klar überlegen und hatten uns schon ein paar Chancen erarbeitet, da habe ich mich bei einer Grätsche irgendwie verschätzt, bin mit den Stollen im Boden hängen geblieben und hab mir was am Rücken getan. Musste ausgewechselt werden. Kurz darauf schaffte Mile nach einer schönen Kombination aus acht Metern freistehend das 1:0.
Was dann geschah, weiß ich nicht mehr so genau, aber die Szenen ähnelten sich. Ein langer Ball, die Abwehr war aufgerückt und der Stürmer steht frei vorm Tor und macht dieses dann auch. Das ganze pasierte 2 mal kurz hintereinander und schon lagen wir hinten. Kurz vor der Pause haben wir dann aufgrund zweier individueller Fehler (den Ball bloß nicht mal von hinten einfach nur nach vorne schießen) noch eines bekommen - 1:3 hinten.
Nach einer etwas lauteren Ansprache in der Halbzeit gingen wir mit neuem Selbstbewusstsein in die zweite Halbzeit und haben es bis 10 Minuten vor Schluss aus dem 1:3 ein 3:3 zu machen. Die Tore schossen wiederum Mile und Dusan nach einem durchaus haltbaren Sonntagsschuss bzw einem Freistoß aus 20 Metern.
Aber wir gaben uns mit dem Unentschieden nnicht zufrieden, zumal die Niederlindacher in der zweiten Halbzeit keine einzige nennenswerte Aktion nach vorne hatten und uns spielerisch und kämpferisch unterlegen waren. Nach mehreren Fernschüssen, die der Torwart noch irgenwie abwehren konnte, klappte es dann endlich nach einem Eckstoß. Ausgerechnet Jens, der ehemalige Spieler von Niederlindach setzte sich durch und köpfte das erlösende 4:3, was dann auch der Endstand war.
Aus meiner Sicht kann ich nur sagen, dass ich selten so ein spannendes und fesselndes Spiel gesehen habe und ich hoffe, dass wir jetzt endlich soweit sind, dass wir alle an einem Strang ziehen.
Mittwoch, 15. August 2007
Gewonnen!!!!!
Jaaaaaaaaaa!!! wir können es doch noch! Wir haben doch tatsächlich die ersten drei Punkte ergattert. Drei Spiele drei Punkte, das ist doch schon mal besser als letzte Saison, da hatten wir zum selben erst einen einzigen Punkt, es gibt also noch Hoffnung auf das Saisonziel Aufstieg.
Allerdings muss ich sagen, dass es mich erschreckt hat, wie gut wir in der ersten Halbzeit gespielt und wie schlecht wir in der zweiten Halbzeit gespielt haben. Es mangelt uns irgendwie an Kraft habe ich das Gefühl...aber das bekommen wir schon hin. Großenseebach war aber auch ein Aufbaugegner, genau das was wir brauchten.
Allerdings muss ich sagen, dass es mich erschreckt hat, wie gut wir in der ersten Halbzeit gespielt und wie schlecht wir in der zweiten Halbzeit gespielt haben. Es mangelt uns irgendwie an Kraft habe ich das Gefühl...aber das bekommen wir schon hin. Großenseebach war aber auch ein Aufbaugegner, genau das was wir brauchten.
Montag, 6. August 2007
Kölle Alaaf
ja, wie man dem Titel schon entnehmen kann, war ich am Wochenende in Köln. Ich hatte letztes Jahr bei einer Promotionaktion in unserer Kantine bei einem Preisausschreiben mitgemacht und hatte doch tatsächlich mal gewonnen: Ein Wochenende für zwei Personen mit Frühstück in einem Hotel dieser Kette in Deutschland meiner Wahl - die Wahl fiel auf Köln. Ich habe das ganze noch mit einem Gutschein für ein "frankreichfreies" Wochenende in Deutschland verbunden und so konnten wir ein schönes Wochenende zuzweit mit Übernachtungen in einem 4-Sterne-Hotel verbringen.
Ich habe also versucht möglichst schnell aus dem Büro herauszukommen, um den großen Staus entgehen zu können - leider hats dafür nicht gereicht. Nach knapp fünf Stunden und unzähliger überholter holländischer Wohnwägen war ich dann endlich in Köln und hab mich auf dem Weg zum Hotel auch promt verfahren, wodurch in auch noch geblitzt worden bin. Aber nachdem ich das Hotel und dann auch den Eingang gefunden hatte - die Lobby des Hotels wurde gerade umgebaut - konnte ich dann auch das Zimmer beziehen und noch ein die Ankunft von Dea vorbereiten.
Gegen 23 Uhr war es dann auch soweit und Dea kam am Bahnhof in Köln an. Auf dem Weg dorthin musste ich zwangsläufig am Kölner Dom vorbei. Ist schon ein beeindruckendes Bauwerk vor allem, wenn er nachts angestrahlt wird. Naja auf jeden Fall war mein Spatzi dann da und wir sind erstmal ins Hotel und haben uns erholt, bzw. bis zum nächsten morgen durchgeschlafen. Man konnte da super schlafen, die Betten waren urgemütlich.
Am nächsten Morgen haben wir dann erstmal das geile Frühstück genutzt. Die hatten sogar einen Koch da stehen, der einem ein frisches Omlette (oder wie man das schreibt) gemacht hat, mit den Zutaten, die man wollte. Das war echt herrlich.
Dann sind wir aufgebrochen und sind erstmal schoppen gegangen. Dea hat eine schöne Jacke gefunden und ich endlich eine Leinenhose, die ich noch für den Urlaub brauche, gefunden. Es gibt eine riesen Einkaufsstraße in Köln, die auch noch zufälligerweise direck auf dem Weg zum Dom lag. Am Dom angekommen haben wir erstmal die Kirche besichtigt und haben auch entfernt das größte Heiligtum des Doms gesehen: die Knochen der heiligen drei Könige. Danach sind wir dann auf den Turm geklettert. Ganze 509 Stufen nach oben und dann konnte man noch nicht mal richtig über Köln schauen, weil da überall ein Zaun vorgespannt war - deutscher Sicherheitwahn. Aber das was man gesehen hat, hat sich auch nicht wirklich gelohnt. Bemerkenswert war auch, dass der schmale Aufgang, der über eine Wendeltreppe führte, nicht belüftet war, es dort drin also sehr stickig war und die sehr angenehm roch, wie sich bestimmt jeder vorstellen kann. Alle Aufsteiger waren am Schwitzen. Wieder am Boden haben wir uns dann noch die Schatzkammer mit dem Domschatz angesehen. Wobei ich mich besonders gewundert hab, war die Tatsache, dass wirklich jeder Erzbischof einen eigenen Hirtenstab hatte und die waren nicht besonders zurückhaltend gewesen in der Auswahl der Materialien: Gold dominierte fast alle dieser Stäbe. Der einzige Stab, der herausstach, war der vom letzten Erzbischof, der bestand nur aus Ebenholz mit Elfenbeinverzierungen - wie bescheiden.
Naja, nachdem wir die Touri-Attraktion "Kölner Dom" hinter uns gebracht hatten sind wir noch ein wenig am Rhein entlangspaziert, haben die Altstadt schon mal bei Tag ausgekundschaftet und sind dann wieder ins Hotel. Der Aufstieg war doch recht antrengend und wir beiden sehnten uns nach einer Dusche. Außerdem mussten wir uns noch umziehen, denn ich hatte noch einen kleine Überraschung für meine Süße geplant.
Frisch geduscht und bester Laune sind wir dann wieder in Richtung Altstadt maschiert und haben uns im Biergarten einer kleinen Kölschbrauerei, direkt am Heumarkt, ein lecker, rustikales Abendessen und ein paar Kölsch (jedenfalls ich) schmecken lassen. Dann wurde es auch schon Zeit, dass wir loskamen, sonst hätten wir noch den Beginn des Varietés verpasst, für das ich uns Karten besorgt hatte. "Very British" hieß das Programm und hat sich auf alle Fälle gelohnt. Es war viel Akrobatik und auch eine ganze Menge Lustiges dabei...Unterschiede zwischen England und Deutschland - mal eine andere Sicht auf uns Deutsche...und wir haben uns gut amüsiert. Das hat uns auch die gesalzenen Preise innerhalb des "Senftöpfchens" (so hieß das Theater) vergessen lassen - eine Flasche Wasser 7 Euro, ein Cocktail 9 - aber nach der Vorstellung nur noch 6 Euro...komisch...
Nach der Vorstellung und einen kurzen Intermezzo bei Hägen Dasz, wo sich Dea noch eine große Portion Schokoeis genehmigte, sind wir dann wieder zum Rheinufer und in die Altstadt gegangen. Hier sind wir dann im "Biermuseum" gestrandet, wo es verschiedenste Biere gab. An einem Tisch und nach ein zwei Kölsch oder Kriek, sind wir dann auch mit ein paar zugegebenermaßen schon leicht angetrunkenen Einheimischen ins Gespräch gekommen (auf diesem Weg schöne Grüße an Fino) und es wurde ein lustiger Abend.
Am Sonntag morgen haben wir uns nocheinmal das vorzügliche Frühstück schmecken lassen und sind dann mit Sack und Pack - also Andreas Tasche und Rucksack, meine Sachen waren schon im Auto verstaut- in die Stadt getiegert und haben sogar noch eine Bootstour entlang des Rheins gemacht, von der ich am Ende dann doch enttäuscht war, denn da wurde nicht wirklich viel erzählt und die meiste Zeit ist man an uninteressanten Stadtteilen vorbeigefahren. Danach haben wir dann noch die letzten Stunden im Park genossen und dann beide nach Hause gefahren/geflogen.
Ich habe also versucht möglichst schnell aus dem Büro herauszukommen, um den großen Staus entgehen zu können - leider hats dafür nicht gereicht. Nach knapp fünf Stunden und unzähliger überholter holländischer Wohnwägen war ich dann endlich in Köln und hab mich auf dem Weg zum Hotel auch promt verfahren, wodurch in auch noch geblitzt worden bin. Aber nachdem ich das Hotel und dann auch den Eingang gefunden hatte - die Lobby des Hotels wurde gerade umgebaut - konnte ich dann auch das Zimmer beziehen und noch ein die Ankunft von Dea vorbereiten.
Gegen 23 Uhr war es dann auch soweit und Dea kam am Bahnhof in Köln an. Auf dem Weg dorthin musste ich zwangsläufig am Kölner Dom vorbei. Ist schon ein beeindruckendes Bauwerk vor allem, wenn er nachts angestrahlt wird. Naja auf jeden Fall war mein Spatzi dann da und wir sind erstmal ins Hotel und haben uns erholt, bzw. bis zum nächsten morgen durchgeschlafen. Man konnte da super schlafen, die Betten waren urgemütlich.
Am nächsten Morgen haben wir dann erstmal das geile Frühstück genutzt. Die hatten sogar einen Koch da stehen, der einem ein frisches Omlette (oder wie man das schreibt) gemacht hat, mit den Zutaten, die man wollte. Das war echt herrlich.
Dann sind wir aufgebrochen und sind erstmal schoppen gegangen. Dea hat eine schöne Jacke gefunden und ich endlich eine Leinenhose, die ich noch für den Urlaub brauche, gefunden. Es gibt eine riesen Einkaufsstraße in Köln, die auch noch zufälligerweise direck auf dem Weg zum Dom lag. Am Dom angekommen haben wir erstmal die Kirche besichtigt und haben auch entfernt das größte Heiligtum des Doms gesehen: die Knochen der heiligen drei Könige. Danach sind wir dann auf den Turm geklettert. Ganze 509 Stufen nach oben und dann konnte man noch nicht mal richtig über Köln schauen, weil da überall ein Zaun vorgespannt war - deutscher Sicherheitwahn. Aber das was man gesehen hat, hat sich auch nicht wirklich gelohnt. Bemerkenswert war auch, dass der schmale Aufgang, der über eine Wendeltreppe führte, nicht belüftet war, es dort drin also sehr stickig war und die sehr angenehm roch, wie sich bestimmt jeder vorstellen kann. Alle Aufsteiger waren am Schwitzen. Wieder am Boden haben wir uns dann noch die Schatzkammer mit dem Domschatz angesehen. Wobei ich mich besonders gewundert hab, war die Tatsache, dass wirklich jeder Erzbischof einen eigenen Hirtenstab hatte und die waren nicht besonders zurückhaltend gewesen in der Auswahl der Materialien: Gold dominierte fast alle dieser Stäbe. Der einzige Stab, der herausstach, war der vom letzten Erzbischof, der bestand nur aus Ebenholz mit Elfenbeinverzierungen - wie bescheiden.
Naja, nachdem wir die Touri-Attraktion "Kölner Dom" hinter uns gebracht hatten sind wir noch ein wenig am Rhein entlangspaziert, haben die Altstadt schon mal bei Tag ausgekundschaftet und sind dann wieder ins Hotel. Der Aufstieg war doch recht antrengend und wir beiden sehnten uns nach einer Dusche. Außerdem mussten wir uns noch umziehen, denn ich hatte noch einen kleine Überraschung für meine Süße geplant.
Frisch geduscht und bester Laune sind wir dann wieder in Richtung Altstadt maschiert und haben uns im Biergarten einer kleinen Kölschbrauerei, direkt am Heumarkt, ein lecker, rustikales Abendessen und ein paar Kölsch (jedenfalls ich) schmecken lassen. Dann wurde es auch schon Zeit, dass wir loskamen, sonst hätten wir noch den Beginn des Varietés verpasst, für das ich uns Karten besorgt hatte. "Very British" hieß das Programm und hat sich auf alle Fälle gelohnt. Es war viel Akrobatik und auch eine ganze Menge Lustiges dabei...Unterschiede zwischen England und Deutschland - mal eine andere Sicht auf uns Deutsche...und wir haben uns gut amüsiert. Das hat uns auch die gesalzenen Preise innerhalb des "Senftöpfchens" (so hieß das Theater) vergessen lassen - eine Flasche Wasser 7 Euro, ein Cocktail 9 - aber nach der Vorstellung nur noch 6 Euro...komisch...
Nach der Vorstellung und einen kurzen Intermezzo bei Hägen Dasz, wo sich Dea noch eine große Portion Schokoeis genehmigte, sind wir dann wieder zum Rheinufer und in die Altstadt gegangen. Hier sind wir dann im "Biermuseum" gestrandet, wo es verschiedenste Biere gab. An einem Tisch und nach ein zwei Kölsch oder Kriek, sind wir dann auch mit ein paar zugegebenermaßen schon leicht angetrunkenen Einheimischen ins Gespräch gekommen (auf diesem Weg schöne Grüße an Fino) und es wurde ein lustiger Abend.
Am Sonntag morgen haben wir uns nocheinmal das vorzügliche Frühstück schmecken lassen und sind dann mit Sack und Pack - also Andreas Tasche und Rucksack, meine Sachen waren schon im Auto verstaut- in die Stadt getiegert und haben sogar noch eine Bootstour entlang des Rheins gemacht, von der ich am Ende dann doch enttäuscht war, denn da wurde nicht wirklich viel erzählt und die meiste Zeit ist man an uninteressanten Stadtteilen vorbeigefahren. Danach haben wir dann noch die letzten Stunden im Park genossen und dann beide nach Hause gefahren/geflogen.
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