Dienstag, 25. November 2008
2.5 Wohnen in China – Kinderkrankheiten
1.4 Kaufkraftverlust
Zur Erklärung. Mein Gehalt wird weiterhin in Euro bezahlt, da ich ja offiziell in Deutschland angestellt bin. Als ich hier nach China kam, war der Wechselkurs ungefähr bei 10.5 RMB für einen Euro. Mittlerweile hat sich das geändert. Der RMB ist faktisch an den US-Dollar gebunden (auch wenn die chinesischen Behörden das bestreiten) und da der Euro im Zuge der Finanzkrise gegenüber dem Dollar kräftig abgewertet wurde ist auch der Kurs von RMB zu Euro gefallen. Zurzeit steht er bei 8.6 RMB für einen Euro, was einen Verlust meiner Kaufkraft von knappen 20% bedeutet, welcher sich natürlich auch bemerkbar macht. So musste ich meine monatlichen Überweisungen auf meine Kreditkarte (kostenloses Abheben an ausländischen Geldautomaten) aufstocken, damit ich hier das gleiche Geld zur Verfügung habe.
Donnerstag, 13. November 2008
4.21 Unterwegs – Hongkong Teil 2 (08.10. - 11.10.2008)
Der nächste Tag sollte dann gänzlich im Zeichen von Hongkong Island stehen. Er begann mit einer Fahrt mit der alten Star Ferry von Kowloon nach Hongkong Island. Es ist immer wieder toll zu sehen, dass die alte Technik immer noch reibungslos funktioniert und die Überfahrt ist viel beeindruckender als die Fahrt mit der U-Bahn, man schippert nämlich gemächlich auf die Skyline zu – klasse. Einmal auf der Insel, wollten wir natürlich gleich die Hauptattraktion sehen – den Peak mit einem grandiosen Ausblick auf den Victoria Harbor. Und den Peak erklimmt man natürlich standesgemäß mit der Peaktram, welche auch zu den historischen Beförderungsmitteln der Stadt gehört. Am Anfang denkt man sich, dass die Steigung ja gar nicht so schlimm ist, man wird aber bald einer besseren belehrt und heftig in die harten Holzbänke gedrückt, so steil wir die Strecke. In dem Moment weiß man dann auch, warum die Bänke nur mit Blick bergauf aufgestellt worden sind. Oben angekommen stürmten wir gleich zu dem Panoramaweg und machten eine Unzahl von Fotos. Man hat von hier auch einen grandiosen Ausblick.
Wieder unten angekommen sind wir ein wenig durch die Hochhausschluchten geschlendert und haben die längste überdachte Rolltreppe der Welt gesucht. Diese sollte in SoHo (South of Hollywood Street) stehen und wir haben sie auch gefunden. Die ganze Geschichte ist eine tolle Idee, denn um vom Uferbereich zu den so genannten Mid-Levels zu gelangen, muss man ganz ordentliche Steigungen meistern und mit der Rolltreppe (dem so genannten Mid-Level Escalator) geht es um ein vieles einfacher. Ein kleiner Nebeneffekt ist Dea und mir auch noch aufgefallen. Da die Rolltreppe oftmals erhöht gebaut worden ist, wurden die Fenster und Wohnungen in der zweiten Etage auf einmal begehrte Werbeflächen bzw. Geschäftsräume. Fast eine Subkultur in luftigen Höhen (wie bei The fifth Element). Da wir an diesem Tag schon zwei historische Gefährte benutz haben, wollten wir das Trio vervollständigen und sind noch mit der normalen Straßentram gefahren.
Zum Abendessen sind wir dann noch mal auf den Peak gefahren. Zum einen, weil wir noch
Am nächsten Tag haben wir uns dann entschlossen mit den Rekorden weiterzumachen und haben uns auf den Weg nach Lantau gemacht. Hier kann man den größten sitzenden Bronzebuddha der Welt bewundern. Um dorthin zugelangen kann man mit einer Seilbahn fahren, die einen tollen Ausblick über den neuen Flughafen und die Outer Terretories bietet. An der Endstation der Seilbahn angekommen liefen wir dann durch ein ‚original chinesisches Mittelalterdorf’, was eher eine Tourifalle war. Nur eine Straße und auch nur Geschäfte, die irgendwelche Produkte zu horrenden Preisen angeboten haben. Am Ende standen wir dann vor dem Eingang zu dem Buddha, haben aber beschlossen nicht hineinzugehen, da man auch von unten schöne Fotos machen konnte. Mit der Seilbahn ging es dann wieder zurück und dann begann der eigentliche spannende Teil des Tages. Direkt an der Endstation ist ein großes Outletcenter mit jeder Menge bekannter Marken (ESPRIT, Adidas, Puma, Ed Hardy,…) und da haben wir dann den gesamten Nachmittag verbracht. Und sind mit vielen Tüten beladen wieder ins Hotel
Zum Abendessen sind wir dann nach SoHo gefahren und haben uns einen netten Italiener gesucht, bei dem es anständige Pizza und guten Rotwein gab.
Tja und dann war auch schon wieder Samstag, der Tag, an dem wir wieder zurück nach Hause fliegen mussten, also Dea nach Deutschland und ich nach China. Wir haben die Flüge schon entsprechend getimed, so dass wir noch möglichst viel Zeit miteinander hatten. Damit wir diese auch genießen konnten, haben wir gleich morgens im City-Check-In des Flughafen eingecheckt und hatte somit genug Zeit noch ein wenig durch die belebten Straßen in Kowloon und diverse Shoppingcenter zu bummeln oder einfach nur da zu sitzen und den Hafen zu genießen. Aber auch diese Zeit vergeht meist schneller als gewünscht und so mussten wir uns bald leider wieder trennen. Bei dem, was wir in den letzten zwei Wochen alles Tolles erlebt hatten, bleiben zum Glück genug positive Gedanken und Gefühle um die nächsten 10 Wochen zu überbrücken, bis wir uns wieder – diesmal wieder in China – in Arme schließen können.
Dea, das war ein mal wieder ein einmaliger Urlaub mit dir. Vielen Dank!!!
7.10 China live – Uniformen/Salutieren
Manchmal könnte man es hier fast vergessen, aber China ist und bleibt ein kommunistisches Land. Ein Aspekt an dem man das ganz deutlich erkennen kann, sind die diversen Uniformen, mit denen die hiesigen offiziellen hier herumlaufen. Es sind so unübersichtlich viele, dass ich erst am Wochenende herausgefunden habe, welche davon jetzt die Polizeiuniformen sind. (Man muss dazu aber auch sagen, dass man nur gelegentlich einen Polizisten in einem Polizeiauto sieht. Meistens fahren Zivilisten damit.) Und da ansonsten fast alles in Uniformen herum läuft, kann man da schnell mal den Überblick verlieren.
So auch unsere Guards am Compoundeingang. Ich meine es ist ja nicht schlecht, dass man die dann ganz schnell erkennen kann, aber ich hätte nie erwartet, dass es auch bei denen Abstufungen gibt. Der Oberste von denen hat rote Schulterklappen und trägt die mit Stolz. Auf jeden Fall steht jeden Morgen einer von denen vor der Einfahrt auf einem Betonklotz und salutiert, wenn ein Auto vorbeifährt. Als wolle er sagen: „Zu Ihren Diensten, der Herr“. Das machen auch die Guards bei unserer Arbeit. Diejenigen, die das Gelände bewache
Manchmal möchte auch eine Organisation Ihre Nähe zu den Bürgern dadurch ausdrücken, dass sie Plakate mit salutierenden Abgestellten (natürlich in Uniformen) herstellen und aufhängen lässt.
Irgendwie sind hier alle ganz wild auf militärischen Drill. Es ist ja weithin bekannt, dass chinesische Schüler vor dem Unterrichtsbeginn auf dem Sportplatz oder dem Pausenhof Aufstellung beziehen und dann ein paar Minuten gemeinsame Sportübungen machen. Aber dass so was auch bei Autohäusern gemacht wird, hatte mich überrascht. Da steht die ganze Belegschaft und macht – meist recht lustlos – die Bewegungen des Chefs oder seines Adjutanten nach. Danach wird noch motiviert und dann wird reihenweise abgetreten – eben wie beim Militär.
Auch wenn man über solche Sachen aus meiner Sicht nur den Kopf schütteln kann, es ist halt China – live.
Dienstag, 11. November 2008
10.4 Alltag – Fußball
Dienstag, 4. November 2008
1.3 Geburtstag
Ich möchte mich auf diesem Weg schon mal pauschal bei allen bedanken, die an meinen Geburtstag gedacht haben. Ich werde mir Mühe geben alle Mails, SMS und Einträge auf meinVZ zu beantworten.
Am nächsten Tag – Freitag - habe ich dann zusammen mit Thomas, der sein letztes Wochenende in China feierte, alle meine hiesigen Freunde zu einem Teppanyakiessen eingeladen. Hier habe ich eine chinesische Version eines Geburtstagskuchens bekommen und noch zwei weitere Geschenke. Der Kuchen war eine große Überraschung und es hat mich gefreut, dass allen das Essen geschmeckt hat, weil Michael und Michel noch nie vorher Teppanyaki gemacht hatten. Danach sind wir noch in ein paar Diskos weiter gezogen. Da wir uns Diskos ausgesucht hatten, die hauptsächlich von Chinesen besucht werden, sind wir als Langnasen dort extrem aufgefallen und mussten mit ziemlich vielen Leuten gan bei trinken (dt.: Glas austrocknen; auf ex). Es wurde also ein billiger Abend (mal ab von dem Teppanyaki), der sehr viel Spaß gemacht hat.
Vielen Dank an alle, die dazu beigetragen haben, dass mein Geburtstag doch noch so toll geworden ist.
Montag, 3. November 2008
4.21 Unterwegs – Bohol (29.09.-08.10.1008)
Nach einem durchgearbeiteten Wochenende brach ich am Montag in aller Herrgottsfrühe mit dem ersten Zug Richtung Shanghai um 06:13 auf, damit ich mich pünktlich vor 16 Uhr in Hongkong bin, um mit Dea gemeinsam in unser Weiterflugflugzeug zu steigen. Alles hat super geklappt und so konnte ich Dea im Flughafen von Hongkong in meine Arme schließen und weiter nach Cebu reisen.
Ab der Landung in Cebu begann unser gebuchtes Rund-um-Sorglos-Paket. Wir wurden vor dem Flughafen von einem Mitarbeiter vom Bituon-Beach Ressort, in dem wir gebucht hatten, abgeholt. Er hatte uns anhand des kleinen Clownfisches erkannt, der uns im Vorfeld als Erkennungsmarke geschickt worden war. Leider hatten wir konnten wir ihn nicht sofort unter den ganzen winkenden Taxifahrern erkennen, bis er schließlich Dea beim Vornamen ansprach. Mit ihm und dem Fahrer sind wir dann gleich einmal durch Cebu gefahren und wurden in einem 5-Sterne Hotel untergebracht. Das Hotel wirkte richtig nobel, so dass wir uns sofort wohl gefühlt hatten. Danach ging es dann zu „Mr.A’s“, einem Restaurant auf einem Hügel gelegen, von dem man die ganze Stadt bei Nacht überblicken konnte. Da das Essen schon vorbestellt worden war, wurde unser Tisch kurz nach dem Hinsetzen schon mit verschiedensten Gerichten vollgestellt. Unter anderem gab es auch eine Fischspezialität genannt Lapu Lapu, der sogar Dea geschmeckt hat, so lecker war der.
Am nächsten morgen ging es dann nach einer zwei-stündigen Fährfahrt wurden wir von Tagbilaran, der Hauptstadt der Insel Bohol, mit einem Van zum Bituon-Beach Ressort gefahren und sofort herzlich von den Angestellten in Empfang genommen. Das Ressort besteht aus 12 Gästebungalows, die alle mehr oder weniger Meerblick haben, einem kleinen Restaurant mit toller Terrasse, welches zweifellos der Mittel- und Treffpunkt im Ressort darstellt und einer Tauchbasis und liegt an einer Steilküste. In diese Steilküste wurde eine Treppe geschlagen, die zu einem Mini-Strand führte und 76 Stufen hatte (das merkt man sich, wenn man zum Tauchen möchte und beispielsweise die Tauchermaske oben vergessen hat).
Der Bungalow war toll hergerichtet, als wir eingezogen sind: überall waren Blumen verteilt und das Bett war mit einem „Welcome“-Schriftzug verziert. Leider wurde direkt nebenan ein weiterer Bungalow gebaut, so dass unser nicht wirklich ruhig war. Auf Nachfrage konnten wir dann am Freitag in ein anderes Haus an der Steilküste, von dem man auch noch einen wesentlich schöneren Ausblick hatte, umziehen. Jetzt hatten wir auch eine schöne Terrasse, auf der wir auch mal ein wenig würfeln konnten, wenn wir abends keine Lust mehr auf die anderen hatten.
Das Tolle an dem Ressort sind die Liegen, die überall verteilt sind und teilweise sehr versteckt liegen. Maximal zwei auf einmal an einem Platz und immer einen grandiosen Blick über die Bucht. An einer Stelle war ein Baum über der Liegen, um den abends die Glühwürmchen herumschwirrten und damit wie ein Weihnachtsbaum aussah.
Den ganz großen Unterschied zu anderen Ressorts machen aber die Angestellten aus. Im Bituon-Beach arbeiten knapp 65 Leute, die alle total freundlich sind und schon früh morgens ein Lachen auf den Lippen haben. Besonders süß waren die Mädels im Restaurant. Jeder Tisch hatte so eine Pagenklingel, wie man sie aus alten Filmen in Hotel kennt, und wenn man draufgehauen hat, kam erst ein vielstimmiges „yyyyeeeesssss“ und dann kam jemand aus der Küche gerannt und hat die Bestellung aufgenommen.
Es gab zu jeder Mahlzeit ein festes Essen, was aber ja nach Vorlieben des einzelnen vorbereitet worden ist. In der Küche gab es eine Tafel mit Anmerkungen wie: „Birgit – no garlic“ oder am Ende auch „Tobi – more salad“. Die Essen waren durch die Bank eigentlich sehr lecker, wenn auch am Ende ein wenig eintönig. Zwischendurch gab es auch Abwechslung, so wurden an einem Tag alle Tische zusammen geschoben und es gab Fondue und Raclette.
Wenn man die 76 Stufen nach unten gegangen ist, war man quasi direkt am „Strand“ mit dem wohltemperierten Wasser. Hier herrscht das ganze Jahr über eine Wassertemperatur von 29 bis 30 Grad und bietet somit eine optimale Voraussetzung für Korallen und die entsprechenden Fische dazu. Da ich im August den Tauchschein gemacht hatte, habe ich natürlich auch ein paar Tauchgänge gemacht und es war toll, wenn auch größere Fische gefehlt haben. Ca. 20 bis 30 Meter vom Einstieg entfernt gab es eine Riffkante, die bis zu 25 Meter tief ging. Hier tummelten sich alle möglichen Fische, die man bei uns nur aus Findet Nemo oder dem Aquarium kennt. Ich habe Barakudas, Steinfische, Feldermausfische,...gesehen und auch ein paar Wasserschnecken, die zwar ziemlich klein sind, aber die ungewöhnlichsten Farben haben.
Dea hat sich auch am Tauchen versucht, aber nach dem Schnuppertauchgang leider festgestellt, dass das nichts für sie ist. Sie hat dann das Schnorcheln gelernt und wir haben ein paar tolle Schnorcheltouren gemacht. Einmal hat uns ein Bekannter seine Unterwasserkamera geliehen und wir haben klasse Bilder gemacht und hatten jede Menge Spaß damit. So was werde ich mir auch noch mal zulegen.
So haben wir die Tage lesend, sonnenbadend und schnorchelnd bzw. tauchend verbracht und uns dabei kräftig erholt. Die durchgängigen 30 Grad haben ihr nötiges dazugetan.
Natürlich sind wir nicht die ganze Zeit faul in der Sonne gelegen, sondern haben auch ein paar Ausflüge gemacht. So haben wir uns einmal einer Gruppe angeschlossen und sind zum Markt in das nächstgelegene Städtchen gefahren. Hier haben wir ein paar T-Shirts eingekauft und uns über so manche „Spezialität“ gewundert (z.B. Fischstücke in einer braunen Masse, welche in Plastiktüten verkauft wurde und entsprechend roch – Ich könnte das nicht essen). Besonders spannend war die Fahrt mit einem Tuck Tuck. Ein Tuck Tuck ist eigentlich ein Motorrad mit Sozius und einem Dach darüber. Somit hatte zwar Dea auf dem Sozius ihren Platz gefunden, aber ich musste/durfte sehr zu der Belustigung der Einheimischen hinten auf dem Gepäckträger stehen. Das hat leider die Gewichtsverteilung nicht ganz optimal gestaltet, so dass wir zwischendurch auch mal mit einem Rad in der Luft hingen oder nur mit Mühe starten konnten. Auf jeden Fall ein Abenteuer.
Einen zweiten Ausflug haben wir auch noch gemacht. Diesmal ging es mit einem Van (leider kein Jeepney – einem zum Bus umgebauten und quitschbunt bemalten, amerikanischen Militärjeep) in Richtung der Chocolate Hills, wo ich unbedingt hin wollte. Unterwegs waren wir mit zwei weiteren Pärchen, sowie noch drei Angestellten des Ressorts. Zuerst ging es aber in die Richtung einer Kirche. Als die Spanier hier missionierten haben sie viele Kirchen gebaut, die teilweise eher an Festungen als an Gotteshäuser erinnern und noch immer sind die Menschen auf Bohol sehr gläubig. Diese Kirche war für die relative Armut auf dieser Insel sehr gut ausgestattet und größer, as ich es zuerst erwartet hatte. Die nächste Station war wiederum eine Kirche, aber hier war ein kleines Museum angeschlossen, welches wir besichtigen durften. Auf diesen Museumsbesuch folgte ein erstes Highlight dieses Ausfluges. Wir haben die kleinsten Primaten der Welt gesehen und durften sie sogar füttern. Die so genannten Tasier sind ungefähr faustgroß und haben für ihre Körpergröße ziemlich große Augen. Andrea war hin und weg von diesen süßen Äffchen.
In freudiger Erwartung der Chocolate Hills mussten wir abermals einen Rückschlag hinnehmen, denn bevor wir weiterfuhren gab es erstmal Mittagessen auf einem Floating Restaurant, also auf einem Schiff. Mit diesem Schiff sind wir über einen zugegebenermaßen sehr schönen Fluss, den Loboc River, gefahren und wurden nebenbei von zwei Livemusikanten unterhalten. Zwischendurch gesellten sich noch unsere beiden Begleiterinnen, Thomas und Dea zu ihnen und haben fleißig mitgesungen. Das Highlight dieser Floßtour war aber ein kleiner Steg, an dem uns einheimische Tänzerinnen die regionalen Tänze in Begleitung von Gitarrenmusik und Gesang vorgeführt haben.
Nach einem weitern Stopp in einer Schmetterlingsfarm und die Fahrt durch einen speziellen Wald, ich tippe auf tropischen Regenwald, haben wir dann endlich das Ziel unseres Ausflugs erreicht: die Chocolate Hills. Hier hatten wir nach der Besteigung eines Berges eine herrliche Aussicht auf die wie Eiskugeln geformten Hügel. Diese Hügel wurden in den letzten Jahrhunderten gänzlich abgeholzt und sind jetzt komplett mit Gras bewachsen, welches sich zur Trockenzeit bräunlich verfärbt und den Hügel dadurch ihren Namen gibt. Nach vielen Fotoaufnahmen und einer kleinen Shoppingtour haben wir dann glücklich die Heimfahrt angetreten. Hierbei sind uns die vielen Kinder aufgefallen, die hier leben und zur Schule gehen. Jedes Dorf hat mindestens eine eigene Schule und da gehen echt Massen von Kindern hin.
Wieder im Ressort angekommen gab es noch eine kleine Überraschung: Das Boot des Ressort, was bei einem Taifun schwer in Mitleidenschaft gezogen worden ist, war wieder betriebsbereit und am nächsten Tag (unserem letzten) sollte es zur Lunchtime ein BBQ am Strand geben. Dieses BBQ war wirklich klasse und Dea und ich konnte noch mal ein paar schöne Strandstunden einlegen. In der prallen Mittagssonne haben wir den Strand und das Hühnchen genossen, ich bin dann noch eine recht frustrierende Runde Schnorcheln gegangen und habe Beachvolleyball gespielt. So nebenbei haben wir uns von oben bis unten verbrannt. Aber das ganze war ein toller Abschluss unseres (Traum-)Urlaubes und wir konnten am nächsten Tag um 5 Uhr morgens aufbrechen, zu unserem nächsten Ziel: Hongkong
Samstag, 1. November 2008
7.9 China live – Smog
Heute Morgen war der Geruch immer noch da, allerdings nicht mehr so stark wie gestern und zum Glück hatte es über Nacht geregnet, so dass der Staub wieder gebunden war. Wenn das wieder vorkommt, werde ich mir einen Mundschutz zulegen müssen nur um zum Shuttlebus zu kommen. Ist das jetzt das reale China und ich bin bisher nur gut davon gekommen oder ist die Luftbelastung im Winter generell höher als im Sommer. China live mal anders.
8.2 Verkehr in China – U-Bahn
Aber, wie ist es mit der U-Bahn zu fahren. In Nanjing soweit gar kein Problem. Anders sieht das in Shanghai aus, wo es ein gut ausgebautes Netz gibt und die Preise für Autokennzeichen schon fast höher als die Preise für die Autos selbst sind. Hier fahren Massen mit der U-Bahn, welche auf den Ansturm gar nicht ausgelegt ist. Es gibt an den Türen Gerangel und Geschubse, weil man hier die Leute nicht zuerst aussteigen lässt, sondern jeder versucht seinen Willen durchzudrücken, im wahrsten Sinne des Wortes. Es drängeln sich also gleichzeitig aussteigende und einsteigende Passagiere durch die engen Türen. Da kommt man mit der europäischen Ruhe und Selbstverständlichkeit nicht weit. Wer nicht selber schubst und drängelt und sich stattdessen lieber beschwert, dass er so nicht erzogen wurde, der kommt auch nicht raus aus der U-Bahn – stimmt's Thomas? :-). Ich habe einmal gesehen, wie eine Frau aussteigen wollte, aber sich kurz mit ihrer Tasche verhakt hatte. Bevor sie sich befreien und ihren Weg nach außen fortzusetzen konnte, da erfasste sie schon der Strom der einsteigenden Passagiere und drückte sie wieder weit in den Wagon hinein...von wegen chinesische Höflichkeit. Es wird zwar versucht durch auf dem Boden aufgemalte Linien die Leute dazu zu animieren das alle die, die aussteigen wollen in der Mitte durch die Tür gehen und die Einsteiger an den Außen, aber man kennt ja U-Bahntüren, da passen keine drei Menschen nebeneinander rein, auch wenn es Chinesen sind. In solchen Situationen, wenn man genügend Leute hat, macht es Spaß sich schon mal vorab mit drei Leuten an der Tür zu postieren die Tür zu blockieren und dann soweit es eben geht gemeinsam im Gleichschritt rauszumaschieren und die einsteigewilligen Leute einfach zur Seite zu schieben. Das Gute ist, dass die sich nicht trauen uns Europäer anzusprechen und sich zu beschweren, selbst wenn sie gerade mit dem Kopf gegen unsere Schulter gelaufen sind.
Donnerstag, 23. Oktober 2008
3.4 Essen in China – 2 ist besser als 4 und 0 ist besser als 2
Vierter Platz: Schweinefleisch, welches hier für Fettleibigkeit steht
Dritter Platz: Rindfleisch, welches für Stärke steht
Zweiter Platz: Hühnerfleisch, welches für Gesundheit steht
Erster Platz: Fisch, welcher für Langlebigkeit und Intelligenz steht
Man sieht also, je weniger Beine das Essen hat, desto toller wird das Leben.
Kritisch könnte man natürlich hinterfragen, warum China 50% der weltweiten Schweineproduktion verbraucht und Schweinefüße hier als Delikatesse gelten, muss man aber nicht.
Donnerstag, 16. Oktober 2008
7.8 China live – CCChhhhhrrrrrt
Man wird sich hier in China sicherlich auch fragen: „Haben die denn gar keine Taschentücher? Womit schnäuzen die sich denn bei Schnupfen?“ Nach genauerem Nachdenken aber kommt man dann darauf, dass ein solches ja gar nicht gebraucht wird. Man erweitert einfach die einfache Variante, die ich oben beschrieben habe, um ein herzhaftes, nasal erzeugtes „HHHchhhhh“, und man erhält die Deluxevariante. Also durch die Nase hochziehen, aus der Speiseröhre hochwürgen und dann genussvoll ausspucken.
Zum Glück sind hier echt nicht alle so und die jüngere Generation nimmt davon ein wenig Abstand, allerdings gehört es zum alltäglichen Leben dazu und ist halt China live.
Mittwoch, 15. Oktober 2008
10.3 Alltag – Friseur
In unserer Straße gibt es einen Friseur, zu dem wir immer gehen, denn dort gibt es zumindest zwei Angestellte, die ein wenig englisch sprechen. Bei diesem Friseur bekommt man erstmal die Haare gewaschen, was hier zum Service einfach dazugehört. Währenddessen wird man – meistens auf chinesisch – vom Haarewäscher gefragt, welchen Schnitt man denn haben möchte: den für 15, 30 oder 58 RMB, also der teuerste kostet 5,80 Euro. Wenn man sich dann entschieden hat, dann wird man einem entsprechenden Friseur zugewiesen. Hier schneiden fast ausschließlich Männer die Haare. Der schneidet einen dann die Haare, so wie er denkt, dass sie gehören. Man muss immer wieder den Kamm nehmen und die Scheitel, die sie schneiden möchten, wegkämmen, aber meistens verstehen sie es nach dem zweiten Mal und man kann sich in Ruhe zurücklehnen und seinen Tee oder Kaffee trinken. Wenn er fertig ist, bekommt man noch mal die Haare gewaschen und am Ende wird man vom Friseur noch mal kontrolliert, ein wenig nachgebessert und hingeföhnt.
Vom Prinzip her eigentlich nicht viel anders als in Deutschland nur gibt es hier wesentlich mehr Personal (es gibt sogar einen, der nur die Tür für die Kunden aufmacht) und es ist wesentlich günstiger. Allerdings muss ich sagen, dass ich mich noch nicht wieder na das Haare färben rangetraut habe, das lasse ich lieber wieder in Deutschland machen.
4.19 Unterwegs – Qingdao (19.09. - 20.09.2008)
Die ehemalige deutsche Kolonie in China ist der Namensgeber für das bekannteste und auch am weitesten verbreitete Bier in China, das Tsintao. Qingdao selbst ist eine Hafenstadt in der Provinz Shangdong und besitzt den drittgrößten Hafen in China. Außerdem ist Qingdao einer der wenigen Badeorte der Volksrepublik, da es einige Sandstrände besitzt.
Das Beerfestival sollte normalerweise im August stattfinden, wurde aber aufgrund der Austragung der olympischen Segelwettbewerbe in Qingdao auf Ende September Anfang Oktober (19.09. – 05.10.) verlegt und ich konnte so doch noch mein Bierfest in diesem Jahr mitmachen. Leider waren die Wochenenden schon so gut wie verplant, mit Arbeit (27. – 28.09.), Urlaub (04. – 05.10.) und einer Abschiedsfeier zweier Praktikantinnen (20.09.). Somit blieb nur der 19.09. – also der Eröffnungstag zum Feiern für mich übrig. Also hab ich einen Urlaubstag genommen und bin Freitag mit dem Flugzeug nach Qingdao gedüst.
Nach einer kleinen Irrfahrt mit Bus und Taxi bin ich schließlich in der Strasse angekommen, in der mein Hotel liegen sollte. Trotz angestrengter Suche konnte ich die Nummer 31 einfach nicht finden. Es gab 15 Geschäfte, die die Nummer 29 hatten, aber keine beleuchtete Tür mit der 31. Schließlich mit freundlicher Mithilfe eines Polizisten habe ich dann doch die Tür gefunden, leider gut verschlossen. Ich dachte erst, dass das ein Scherz sei, aber es hat sich auch auf der Rückseite des Hauses keine versteckte Tür befunden. Nach etwas suchen habe ich dann ein Plakat meines Hotels mit einer Telefonnummer darauf gefunden und dort angerufen. Die Nummer stellte sich glücklicherweise als die Handynummer der Geschäftsführerin heraus und ich erfuhr, dass es in dem Hotel vor drei Tagen gebrannt hatte und es somit geschlossen hat. Sie hat mir aber schon Ersatz besorgt, in einem Hotel die Strasse rauf. Da sie mir aber nicht zugetraut hatte die 200 Meter alleine zu laufen, hat sie mir eine von ihren Mitarbeiterinnen vorbeigeschickt, die dann glücklicherweise das Reden für mich übernommen hat. Irgendwann saß ich dann im Taxi zum Bierfest, es war mittlerweile 21 Uhr, also nicht mehr viel Zeit.
Nach 10 Minuten war ich dann auch schon da und wollte frohen Mutes auf das Gelände gehen
Nach langen Verhandlungen konnte ich ihn dann davon überzeugen, dass es vielleicht in Deutschland ein Spaß wäre in Frauenklamotten durch die Gegend zu rennen, so was aber in China nicht unbedingt akzeptiert werden wird. Danach sind wir noch in die so genannte Beerstreet gefahren haben noch ein Bier getrunken. Dann bin ich im Regen wieder in mein Hotel gefahren.
Am nächsten Tag habe ich sehr zeitig das Hotel verlassen und bin in die Innenstadt, weil ich mein Vorhaben Night-Sightseeing nicht umsetzen konnte und so jetzt noch mal losmusste. Ich bin also wie im Reiseführer geheißen ziellos durch die Gegend gelaufen und habe auch einige Andenken an die deutsche Kolonialzeit hier entdeckt. Eine Kirche, der Bahnhof, einige Mehrfamilienhäuser und sogar eine Reihe mit Reihenhäusern...wie daheim...schön. Danach wa
Dann wurde die Zeit langsam knapp und ich bin mit dem Taxi noch mal zum Bierfestgelände gefahren. Diesmal hatte es offen und ich habe eine Eintrittskarte bekommen (juhu, war ich doch nicht umsonst in Qingdao). Im komplett leeren Erdinger Bierzelt habe ich dann mit leichten Verständigungsproblemen aber umringt von Kellnern die erste Maß bestellt, die die an dem Tag
Gegen 12 musste ich dann los und habe mit leichten Problemen mit dem Flughafenbus – ich wusste nicht, wo ich aussteigen muss und bin dann immerweiter weg von meiner Wohnung gefahren – und der Benutzung eines illegalen Taxis meine Wohnung um 18h erreicht. Hatte somit also noch Zeit mich ein wenig auszuruhen, bevor ich auf die Verabschiedung von Jasmin und Claudia gegangen bin.
Sonntag, 28. September 2008
4.18 Unterwegs – Kuala Lumpur (13.09. - 15.09.2008)
Nachdem wir gebucht hatten, haben wir auch gleich Zugticktes bestellt und dann kam der Schock: alle Züge, die in Frage kämen, ausgebucht. Da war guter Rat teuer, denn auch Busse kamen zeitlich nicht in Frage. Wir haben schließlich eine Möglichkeit gefunden: Taxi.
Wir sind also morgens um 3:30Uhr von einem Fahrer abgeholt worden, der uns wie versprochen um 7:00Uhr am Flughafen Pudong abgeliefert hat. Es war wirklich komfortable und die einzige Möglichkeit pünktlich zum Flieger zu kommen. Der Spaß hat für ca. 350 km glatte 120 Euro, also 30 Euro pro Person, gekostet. Nach Frühstück am Flughafen, einchecken und dem Gang durch die Sicherheitsschleuse (wenn man die Getränkeflasche ganz offen auf das Laufband legt, kann es sein, dass sie nicht bemerkt wird), einem kleinen Duty Free Einkauf konnten wir dann endlich boarden und haben nach 5 Stunden Flug ohne große Zwischenfälle KL erreicht.
In KL haben wir uns dann erstmal auf die Suche nach unserem Hotel gemacht. Da wir nicht wirklich eine Ahnung hatten, wo das denn liegen könnte, mussten wir uns bei einer Touristeninfo Rat holen, der uns aber auch bereitwillig gewährt wurde und in einem Englisch zum genießen, jedenfalls für unsere mit Chinglisch ramponierten Ohren. Um zum Hotel zu kommen, mussten/durften wir mit der Monorail fahren. Ist schon schön so über den Verkehr hinweg zu schweben. Irgendwann sind wir dann am Bintang Walk angekommen und nach kurzer Orientierung haben wir dann auch das Hotel gefunden. Zu unserer Überraschung haben wir ein Zimmer im obersten Stock bekommen, d.h. dem 21. Stock, mit einer schönen Aussicht (leider in die entgegengesetzte Richtung vom Stadtzentrum, aber egal. Wir sind gleich wieder aufgebrochen, um die nähere Umgebung zu erkunden. Der Sandro, ein Freund vom Peter Bormann, hat uns ein paar Tipps gegeben, wo wir abends hingehen könnten, aber bis dahin mussten wir die Zeit noch überbrücken. Also los. Erstmal was in einem Hawkerstore essen und danach die Jalan Bintang,
Schon aus der Ferne sind diese beiden Türme, welche zu den höchsten 10 der Welt gehören, durch ihre strahlendweiße Beleuchtung zwischen den Hochhäusern hindurch zu sehen. Es ist wirklich sagenhaft, wie die leuchten und auch wenn man davor steht, kommt es einem irgendwie unwirklich vor. Nach einer ausgiebigen Fotosession mit allen möglichen Posen und
Am nächsten Morgen ging’s dann auch recht früh schon wieder weiter für, denn wir hatten ja nur noch den Tag Zeit zum Sightseeing. Und wie sieht man am schnellsten alles, was es zu sehen gibt: genau, mit dem Hop-on, Hop-off Sightseeingbus. Bevor hier losstarten konnten, hatten wir aber noch eine Verabredung mit Sandro, der uns Karten für die Skybridge, der Brücke zwischen den Twin Towers besorgt hatte. Nach einer halben Stunde des Wartens, die wir im Suria, einem riesigen Einkaufszentrum am Fuße der Türme verbracht hatten, tauchte Sandro pünktlich auf, gab uns die Karten und war dann auch schon wieder verschwunden. Wir hatten unsere Karten und haben uns erstmal im Besucherzentrum mit der Höhe der Türme vergleichen lassen. Ich bin genau 244-mal kleiner als die Türme. Dann ging es rauf auf die Brücke, von der ich mir etwas mehr erwartet hätte. Man hatte zwar einen ganz guten Überblick, aber das die jetzt so gehyped wird, naja. Wir hatten 10 Minuten Aufenthaltszeit und haben einige Fotos geschossen. Nachdem wir wieder unten waren haben wir uns auf den Sightseeingbus geschwungen und haben die Stadt umrundet.
Die Preisfrage für die Fahrt war eine Sache für sich, denn ich wollte der Verkäuferin, die uns auf der Straße angesprochen hatte, nicht glauben, dass das Ticket 38 Ringit kostet – in der Touriinfo haben sie mir 28 gesagt. Nachdem die Busbegleitung aber auch 38 verlangt hätte, habe ich dann nachgegeben. Und los ging die Fahrt…zuerst ging es in die Ecke des goldenen Dreiecks, die kannten wir ja schon, hatten also Zeit mal für 5 Minuten die Augen zuzumachen. Irgendwann erreichten wir dann die Station „Chinatown“, wir natürlich raus. Da wir ja China kennen, waren wir schon ein wenig gespannt, ob man das mit China vergleichen kann, oder nicht. Leider wurden wir enttäuscht. Chinatown ist nur eine große Fußgängerzone mit jeder Menge Ständen, die zu allem Überfluss auch noch mit Indern oder Malaien besetzt waren. Hatte mit China also mal gar nichts zu tun. Etwas Aufregendes ist uns dann doch noch passiert. Ich habe nach in einem Stand nach CDs gefragt und daraufhin ist der Shopbesitzer mit uns im Schlepptau durch kleine Gässchen gelaufen. Wir haben ein Parkhaus durchquert und sind durch irgendwelche Restaurants gelaufen. Zugegeben, mir war nicht wirklich wohl bei der Sache. Auf jeden Falls standen wir dann irgendwann in einem regulären Laden und konnten in Mappen die verschiedenen CD-Cover anschauen. Allerdings wollte er 8 Ringit (ca. 1,60 Euro) pro CD haben und das erschien mir etwas zuviel. Da er nicht mit sich handeln ließ und auch keine neueren CDs hatte, sind wir dann wieder gegangen und noch ein wenig durch die Fußgängerzone gestreift.
Wieder zurück im Bus hatten wir uns als nächstes Ziel den Vogelpark ausgesucht. Es soll der weltweit größte Park mit Freifluggehegen sein, aber soweit sind wir gar nicht gekommen. Wir sind ausgestiegen und wollten noch einen Blick auf das Nationaldenkmal von Malaysia werfen. Bei der Besichtigung zogen dunkle Wolken auf und es fing auf einmal heftig an zu regnen. Wir retteten uns in einen kleinen Kiosk, kauften Getränke und Snacks und hofften, dass der Regen
Danach haben wir das Sightseeingprogramm abgebrochen, haben unsere Taschen aus dem Hotel geholt und sind noch ein schönes Steak essen gegangen. Mit der Monorail ging es dann zurück Richtung Flughafen und auf dem Rückflug nach Shanghai haben wir beide schlafend verbracht. Sobald die Anschnallzeichen aus waren und neben mir noch keiner saß, habe ich mir eine Viererbank geschnappt und das erste Mal an dem Wochenende richtig gut geschlafen.
In Shanghai hatten wir das Pech, das morgens um 07:00 noch kein Transrapid fährt und so mussten wir den Bus zum Bahnhof nehmen. Wir hatten noch Zeit bis zur Rückfahrt, also sind wir noch mal zum Stoffmarkt gefahren und haben bestellte Hemden abgeholt, bzw. das erste Fitting bei Anzügen gemacht. Auf dem Weg dorthin begegnete uns ein etwas verwirrter Ausländer, der sich dann als Deutscher rausstellte, welcher auch noch ein guter Freund meiner Informandenkollegin Christiane ist. Zufälle gibt’s. Er hat uns dann noch in die Einkaufsstraße Shanghais, die Nanjing Xi Lu, begleitet, wo wir mal bei den sog. Watchbags, Verkäufern von Uhren und Taschen (Watch & Bag) mitgegangen sind. Die haben uns in verschiedenste Geschäfte geschleppt, welche auf einmal verborgene Türen aufwiesen, hinter denen sich eine riesige Auswahl an „echten“ Uhren, Taschen, T-Shirts, ... verbarg. Leider konnten sie mir nicht die Uhr besorgen, nach der ich gesucht habe und so sind wir nach 4 dieser Geschäften erfolglos was essen gegangen und schließlich wieder nach Nanjing aufgebrochen.
Fazit der Reise: KL lohnt sich auf jeden Fall für einen Besuch von 3-4 Tagen. Man kann dort prima shoppen und feiern und auch der Sightseeing- du Kulturtrieb kann befriedigt werden. In Shanghai kann es sich durchaus lohnen sich mal die Sachen von den Watchbags anzuschauen, man kann bestimmt was Tolles dabei finden.
Montag, 22. September 2008
7.7 China live – Städte-Competition
Des Rätsels Lösung habe ich heute von meinem Chinesischlehrer erfahren. Und zwar haben wohl einige Städte im Zuge der Olympischen Spiele stark profitiert, vom Ambiente und auch aus touristischer Sicht. Das wollte die anderen chinesischen Großstädte nicht auf sich sitzen lassen und jetzt läuft gerade ein Wettbewerb, welche Städte zu den 10 sichersten, saubersten und „zivilisiertesten“ in China gehören. Da Nanjing sich wohl einen Platz innerhalb der Top10 auf die Fahnen geschrieben hat, wurden die obenbeschriebenen Aktionen eingeleitet, die Verkehrspolizei verstärkt und die Straßenstände von den Straßen entfernt. Des Weiteren wurden die Taxifahrer – unter Androhung eines lebenslangen Berufsverbotes – zu Freundlichkeit (Begrüßung und Verabschiedung) und Rechtschaffenheit (wenn keine Rechnung gedruckt wird, muss man in China auch keine Steuern abführen) gezwungen.
Tja, dass dadurch wahrscheinlich viele Existenzen auf Messers Schneide stehen interessiert wahrscheinlich in der Stadtregierung niemanden, der Ruf der Stadt ist wichtiger. Das ist mal wieder China live!
Donnerstag, 18. September 2008
10.2 Alltag – Sport
Ja, Sport gehörte irgendwie zum Alltag für mich in Deutschland. 3-mal die Woche Fußball, eventuell noch mal Badminton…
Hier ist das alles nicht so einfach. Da ich nicht der Frühaufsteher bin und somit nicht früh morgens zum Laufen komme (was ich sowieso nicht mag) musste ich hier nach Alternativen suchen. Abends oder am späten Nachmittag laufen zu gehen oder generell Sport an der „frischen“ Luft zu begehen, schließt sich durch die „frische“ der hier ansässigen Luft definitiv aus. Da kann man sich auch gleich hinter einen Auspuff klemmen und den Dreck direkt einatmen.
Ergo habe ich mir ein Fitnessstudio hier in der Nähe gesucht und mir dort eine 20er Karte besorgt. Mit dieser Karte komme ich momentan ganz gut zurecht, denn ich kann ja gehen, wann immer ich will und wenn die Karte ausläuft, dann kauf ich mir eben eine Neue.
Das Fitnessstudio ist relativ gut ausgestattet mit den neuesten Geräten, vielen Gewichten und Hanteln und es laufen auch viele Trainer hier durch die Gegend. Des Weiteren gibt es ein ganzes Stockwerk voller Ausdauergeräte, einen Spinningraum und noch eine kleine Turnhalle, in der Kurse abgehalten werden. Auch die Angestellten und Trainer sind sehr nett und korrigieren einen (wenn sie wissen, dass derjenige korrigiert werden möchte) auch, wenn sie Fehler in der Sitzhaltung bemerken. Leider sprechen die nicht viel Englisch.
Das ganze könnte also ganz toll sein, wenn in dem Laden nicht ausschließlich Chinesen verkehren würden. Dadurch verändert sich nämlich einiges:
1. die einzigen, die bei der Gerätebenutzung ein Handtuch unterlegen, sind wir Deutschen. Das ist auch notwendig, denn wer will sich schon in den Schweißfleck des Vorgängers legen?
2. In den Umkleideräumen der Männer sind Ventilatoren aufgestellt. Ich dachte immer, dass diese die schlechte Lüftung dort ausgleichen sollen, habe jetzt aber den echten Grund für die Anwesenheit der Ventilatoren entdeckt. Als Chinese muss man nicht unbedingt ei Handtuch mitnehmen, wenn man vorhat nach dem Sport zu duschen. Man kann sich ja auch von den Ventilatoren und den ausliegenden Fönen trocknen lassen.
3. Ich habe das Gefühl, dass Chinesen dazu neigen sich zu überschätzen oder mit aller Macht Muskeln aufbauen zu wollen. Die ganze Zeit hört man großes Geschrei, wenn die teilweise echt schmächtigen Kerle versuchen Gewichte zu drücken/ziehen/heben/bewegen, die einfach mal mindestens 20kg zu schwer für sie sind. Aber die Trainer helfen Ihnen schon dabei zu dem Erfolgserlebnis zu kommen
4. Chinesen, speziell Chinesinnen, gehen gerne auf den Laufbändern. Richtig! Die gehen auf den Bändern gerne spazieren, denn mehr machen die da nicht. Gemütlich eine halbe Stunde spazieren gehen, dabei mit dem Handy telefonieren und bloß nicht schwitzen.
5. Aus sicherer Quelle weiß ich, dass Chinesinnen grundsätzlich in Unterwäsche duschen gehen…was sie wohl zu verbergen haben?!? Auf jeden Fall kann es nicht viel sein ;-)
6. Wenn man wie ich einen Reisepass, den Perso und den Führerschein dabei hat, kann man dreimal ein kostenloses Probetraining absolvieren, ohne dass es auffällt.
Soweit ein paar Anekdoten aus den chinesischen Mukkibuden, den Plätzen, wo ich mich wenigstens ein wenig sportlich bewegen kann.
Mittwoch, 17. September 2008
2.4 Wohnen in China – Klimaanlagenreparatur
Gestern war es dann soweit, die Klimaanlage wurde versetzt. Sie wurde auf einen vorher gegossenen Betonblock gestellt, der sich auf dem Boden, neben dem Badezimmerfenster des Nachbars befindet. Hoffentlich fühlt er sich nicht bald beim Duschen belästigt ;-)
Auf jeden Fall dauerte die ganze Aktion 5 Stunden und es haben 4 Handwerker daran mitgeholfen, die wirklich schwere Anlage aus dem 2. Stock auf den Boden zu bringen, danach wurden noch alle Anschlüsse wieder angeschlossen und die Klimaanlage funktioniert sogar. Das Haus sieht mit dem langen Schlauch zwar nicht wirklich besser aus, aber alle Probleme wurden erst einmal beseitigt.
Montag, 15. September 2008
9.3 Sprache – Lehrer
Freitag, 12. September 2008
7.6.2 China live – Problemlösung auf Chinesisch Part 2
Eine tolle Problemlösung á la China live
4.17 Unterwegs – Tongli (07.09.2008)
In Tongli angekommen mussten wir uns erstmal der ganzen Motorrad und Taxifahrer erwehren, die uns gegen ein kleines Entgelt in die Tongli Tourist Zone bringen wollten, welche aber nur einen fünfminütigen Fußmarsch entfernt war. Aus diesem Grund haben wir verzichtet. Durch den Eingang durchgegangen haben wir uns gleich in einem Labyrinth aus kleinen Gässchen und Brücken, durchzogen von Kanälen wieder gefunden. Hier gibt es in fast jedem Haus einen kleinen Laden, wo man allerhand Kram kaufen kann, den man braucht oder
Danach wurde auch schon die Zeit bis zur geplanten Abfahrt Richtung Suzhou knapp und so haben wir uns noch einen Garten und ein anscheinend berühmtes Haus angeschaut. Ich glaube, wir konnten den kulturellen Hintergrund nicht wirklich würdigen, weil wir einfach nicht verstanden haben, warum man sich dieses Haus ansehen kann.